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Politische Oekonomie der Religionen.
・ISBN 978-3-339-11328-3 Brosch. EUR 139.80
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| 著者・編者 | Schoppe, Siegfried G., |
|---|---|
| シリーズ | Ökonomie in Staat, Kirche und Gesellschaft |
| 出版社 | (Kovac, GW) |
| 出版年月 | 2019 |
| ページ数 | 506 S. |
| 言語 | GER |
| ニュース番号 | <655-L1845 655-L452> |
解説
Dieser 5. Band der Reihe Oekonomie in Staat, Kirche und Gesellschaft befasst sich mit der Politischen Oekonomie der Religionen, nachdem die beiden vorhergehenden Baende 3 und 4 den oekonomischen und den rechtlichen Aspekten der Religionen gewidmet waren. Das zentrale Thema der Politischen Oekonomie (der Religionen) in ihrer Herangehensweise als soziologischer und politikwissenschaftlicher Forschungsansatz ist die Verteilung gesellschaftlicher Ressourcen: Geld, Macht, Legitimitaet zwischen den verschiedenen Gruppen in Staat und Gesellschaft sowie die Mechanismen ? z. B. Markt, Tausch, Vernetzung, Kooperation, Hierarchie ?, die ihre Akkumulation und (Re-)Distribution sicherstellen. Im Blickfeld stehen dabei die Beziehungen zwischen gesellschaftlicher Organisation der Produktion, die Akteure, Institutionen und Organisationen des politischen Systems sowie die Artikulation sozialer Politiken und Interventionen innerhalb der Gesellschaft. Dabei kommt dem sogenannten Oekonomischen Prinzip interessegeleiteter Akteure (Eigennutzmaximierende Politiker, Parteien, Institutionen…) eine tragende Rolle zu. In diesem Umfeld sind Religionen nach wie vor Big Player der faktischen staatlichen Machtausuebung und der Umverteilung volkswirtschaftlicher Ressourcen, obwohl sie weder in der Verfassung (Weimarer Reichsverfassung WRV von 1919 und Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland GG von 1949) demokratisch legitimiert sind, politische Gewalt auszuueben, noch an der staatlichen Sozial- und Verteilungspolitik beteiligt zu werden. Stattdessen ist das Grundrecht der Religionsfreiheit als allgemeines Menschenrecht prinzipiell eher der privaten Sphaere der Glaeubigen als den Religions-Hierarchien als Institutionen zugedacht. Allerdings ist die deutsche Verfassung in diesem Punkt aufgrund historischer Staatsverflechtung mit den Kirchen sehr inkonsequent, denn sie bietet den Religionen seit der Trennung von Kirche und Staat vor genau 100 Jahren als Koerperschaften des oeffentlichen Rechts (KoeffR der WRV in Art. 140 GG) einen breiten Raum tiefgreifender gesellschaftspolitischer Einflussnahmen ? von der Beteiligung an Rundfunkraeten ueber Ethikkommissionen bis hin zur Militaerseelsorge durch staatlich alimentierte Bischoefe sowie der staatlichen Ausbildung von christlichen Theologen und islamischen Religionslehrern (Imamen). Beginnend mit den 1990er Jahren befasst sich die Forschung zur Politischen Oekonomie mit den kulturellen Dimensionen von Macht, Staat und Wirtschaft. In juengster Zeit erst hat sich die Kulturelle Politische Oekonomie der Rolle der Medien, der Werte-Diskussionen und der Diskurse in Wirtschaft, Politik und Wissenschaft zugewandt. Dieses Buch zur Rolle der Religionen schliesst hier an, um eine bedeutende Forschungsluecke zu schliessen, die bisher auch in der Neuen Politischen Oekonomie keine Beachtung gefunden hat ? weder bei Oekonomen noch Soziologen oder Politologen und Theologen.