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商品詳細
Der Paragr. 175 StGB als "gesetzliches Unrecht"? : Zur Entwicklung der Strafbarkeit von Homosexualitaet. 同性愛の可罰性の発展
・ISBN 978-3-339-11342-9 Brosch. EUR 99.80
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| 著者・編者 | Tanneberger, Laura Gabriela, |
|---|---|
| シリーズ | Strafrecht in Forschung und Praxis |
| 出版社 | (Kovac, GW) |
| 出版年月 | 2019 |
| ページ数 | 308 S. |
| 言語 | GER |
| ニュース番号 | <655-858 655-L1224> |
解説
?Homosexualitaet ist keine Krankheit und somit auch nicht behandlungsbeduerftig.“ (Jens Spahn, Bundesminister fuer Gesundheit, Juni 2019) Was heute so selbstverstaendlich scheint, war lange keine Selbstverstaendlichkeit. Jahrelang war Homosexualitaet in der Bundesrepublik Deutschland strafbar, wobei die Strafbarkeit insbesondere auf politischer Ebene in regelmaessigen Abstaenden in Frage gestellt wurde. Letztendlich wurde die maennliche Homosexualitaet, damals verankert in Paragr. 175 StGB, entkriminalisiert. Doch was geschah mit der jahrelang aufrechterhaltenden Stigmatisierung? Die Verfasserin analysiert die Definition des Begriffes ?Homosexualitaet“, sowohl biologistisch als auch soziologisch-kulturell und untersucht warum die weibliche Homosexualitaet in den ganzen Jahren straflos blieb. Mit dieser Abhandlung wird die Entwicklung der Strafbarkeit maennlicher Homosexualitaet dargestellt, wobei moegliche Parallelen und Abweichungen in den Urteilsbegruendungen waehrend und nach der Herrschaft durch die Nationalsozialisten aufgezeigt werden. Dadurch gelingt ein Ueberblick ueber den strafrechtlichen Umgang mit Homosexuellen. Auch der langwierige Prozess der Entkriminalisierung wird untersucht und die konkreten Ausloeser fuer die Entkriminalisierung sowie die einzelnen, in mehreren Akten erfolgten, Reformen aufgezeigt. Im Juli 2017 unternahm die Bundesregierung mit dem ?Gesetz zur strafrechtlichen Rehabilitierung der nach dem 8. Mai 1945 wegen einvernehmlicher homosexueller Handlungen verurteilten Personen“ (StrRehaHomG) den Versuch die nach dem Nationalsozialismus wegen Homosexualitaet verurteilten Maenner zu rehabilitieren. Die Verfasserin analysiert inwieweit das tatsaechlich gelingen konnte. Schliesslich wird Paragr. 175 StGB unter die von Gustav Radbruch entwickelte Radbruchsche Formel subsumiert, wonach ?unertraeglich“ ungerechte Gesetze der Gerechtigkeit weichen muessen. Die Verfasserin untersucht, ob es sich bei Paragr. 175 StGB um ein solch unertraegliches Gesetz im Sinne Radbruchs handelt, wobei auch das Prinzip der Strafbarkeit als ?Ultima Ratio“ sowie der Einfluss einer sogenannten Moralpolitik auf das Strafrecht beleuchtet werden. Abschliessend beschaeftigt sich das Werk mit der aktuellen (strafrechtliche) Lage Homosexueller auf nationaler und internationaler Ebene.