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Religion - Migration - Integration

Religion - Migration - Integration : Studien zu den Wechselwirkungen religioes motivierter Mobilitaet im vormodernen Europa.

・ISBN 978-3-16-157619-5 Brosch. EUR 64.00

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電子版あり 大学・学術機関向け電子ブック(eBook)ISBN 978-3-16-157620-1

著者・編者Baumann, Anette / Jendorff, A. / Theisen, F. (Hrsg.),
出版社(Mohr, GW)
出版年月2019
ページ数336 S.
言語GER
ニュース番号<654-L3762 654-L4339>

解説

Migration stellt eine phaenomenologische und prozesshistorische Konstante in Europa dar. Seit der Spaetantike stellt die Migration in Europa eine Normalitaet dar und ist Gegenstand von bewusstem wie auch unbewusstem Wandel. So sind europaeische Gesellschaften stetig inhomogene und sich wandelnde Formationen. Der Wandel durch Migration steht im Spannungsfeld zwischen Anpassung, Identitaetssuche und Identitaetswahrung. Dabei spielt Religion und religioeser Wandel als Faktor von gesellschaftlichem Wandel eine bedeutende Rolle. Der Staat dagegen vertritt eine ambivalente Position zwischen oekonomischen (Entwicklungs-) Interessen, gesellschaftlicher Organisation und allgemeiner Akzeptanz. Die europaeischen Gesellschaften erweisen sich als multipolare, kulturelle Mischgebilde mit gebrochenen Identitaetsstrukturen, deren bedeutender Teil der Religionsfaktor ist. Umso staerker scheinen Migrationsbewegungen einerseits, amorphe Grenzziehungszwaenge und Kulturempfinden andererseits in einem Spannungsverhaeltnis zueinander zu stehen, das durch den Religionsfaktor dynamisiert wird. Fuer unterschiedliche Epochen der vormodernen Geschichte Europas wird daher den Wechselwirkungen religioes motivierter Mobilitaet auf die Migranten wie auch die Aufnahmegesellschaften interdisziplinaer nachgespuert. Migration und Integration werden dabei anhand des Formierungsprozesses der lateinisch-roemischen Christenheit, seiner verschiedenen Stadien und Gruppen problematisiert. Die daraus erkennbaren Entwicklungslinien sind zwar prozessual, nicht aber teleologisch zu verstehen, insofern ihre Gemeinsamkeiten die vielfaeltige, keineswegs gleichfoermige Entwicklung der lateinisch-roemischen Christenheit abbildet.