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Politische Partizipation von Migranten in Europa.

Politische Partizipation von Migranten in Europa.

・ISBN 978-3-339-11054-1 Ppbk. EUR 99.80

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著者・編者König, Daniel,
シリーズStudien zur Migrationsforschung
出版社(Kovac, GW)
出版年月2019
ページ数398 S.
言語GER
ニュース番号<654-L2681 654-L3826>

解説

Buerger in demokratischen Staaten koennen durch politische Partizipation individuelle oder kollektive Interessen artikulieren und so politische Entscheidungen beeinflussen. Durch die Abgabe der Stimme bei nationalen Wahlen kann jeder wahlberechtige Buerger die Gestaltung der Politik mitbestimmen. Migranten koennen diese Moeglichkeit nur nutzen, wenn sie durch Einbuergerung die Staatsangehoerigkeit des Aufnahmelandes angenommen haben. Neben dem Gang zur Wahlurne stehen weitere Formen der politischen Partizipation zur Verfuegung, fuer die die Staatsbuergerschaft kein Kriterium darstellt. Bisherige Forschungsergebnisse diagnostizieren der Bevoelkerung mit Migrationshintergrund eine geringere Bereitschaft, an der politischen Mitbestimmung in den Aufnahmelaendern zu partizipieren. Daher wird die Wirkung des Migrationshintergrundes auf verschiedene Formen der politischen Partizipation beleuchtet und weitere Determinanten der politischen Partizipation von Migranten identifiziert. Aus diesen Determinanten wird ein Erklaerungsmodell der politischen Partizipation von Migranten entwickelt und empirisch getestet. Politische Partizipation wird nicht alleine durch individuelle Merkmale ausgeloest, sondern ebenfalls durch Determinanten auf der Ebene von Staaten beeinflusst. Um diesen Einfluss zu pruefen sowie die Ergebnisse der vorgelagerten bivariaten Analysen zu validieren, werden die theoretisch identifizierten Determinanten der Mikro- und der Makroebene des entwickelten Erklaerungsmodells simultan in Mehrebenenmodellen getestet. In einer Sekundaeranalyse wird das Partizipationsverhalten von ca. 130.000 Befragten in 15 europaeischen Staaten in sieben Partizipationsformen untersucht. Die autochthone Bevoelkerung dient als Kontrollgruppe. In den bivariaten Analysen hat sich angedeutet, dass der Migrationshintergrund die politische Partizipation nicht durchgaengig negativ beeinflusst, sondern Differenzen zwischen den untersuchten Partizipationsformen sowie den gebildeten Subgruppen des Migrationshintergrundes zu beobachten sind. Dies wurde durch die Mehrebenenmodelle bestaetigt. Die in der Literatur beschriebene geringere Partizipationsbereitschaft der allochthonen Bevoelkerung ist nicht in allen Formen der politischen Partizipation sowie nicht in allen Subgruppen des Migrationshintergrundes vorhanden. Die Analysen der sieben Partizipationsformen und der gebildeten Subgruppen des Migrationshintergrundes liefern ein differenziertes Bild. Die Wirkung differiert zwischen den Partizipationsformen sowie zwischen den Subgruppen.