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解説
Der antike Philosoph Platon verstand unter ≫Ueberreichtum≪ exzessiven Reichtum, der nicht gluecklich mache, weil er nicht tugendhaft sei. Das Thema dieses Buches ist also alt, doch es wird nach wie vor kontrovers diskutiert. Denn die weltweite Vermoegenskonzentration ist enorm und soziale Ungleichheit ein bestaendiges Problem. Wie Vermoegen verteilt wird, ist keine private Frage. Sie geht alle etwas an. Martin Schuerz fuehrt uns die Zahlen vor Augen, erklaert, was problematisch am Ueberreichtum ist. Gerade Gefuehlszuschreibungen sind fuer die Akzeptanz der Privilegien der Ueberreichen bedeutsam: Neid und Hass werden vorwiegend den Armen als Laster zugeschrieben, Grosszuegigkeit und Mitleid den Ueberreichen als Tugenden. Wer eine gerechte Gesellschaft will, muss zuerst verstehen, wie Vermoegenskonzentration wahrgenommen wird. Denn Ueberreichtum gefaehrdet die Demokratie und die politische Gleichheit.