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商品詳細

"Minderwertige" Literatur und nationale Integration: Die Deutsche Bücherei Leipzig als Projekt des Bürgertums im Kaiserreich und in der Weimarer Republik.

"Minderwertige" Literatur und nationale Integration: Die Deutsche Bücherei Leipzig als Projekt des Bürgertums im Kaiserreich und in der Weimarer Republik. 帝国及びヴァイマル共和国における市民の計画 としてのライプツィヒのドイツ図書館

・ISBN 978-3-8353-3516-5 Geb. EUR 38.00

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著者・編者Müller, Tonia Sophie,
出版社(Wallstein Vlg., GW)
出版年月2019
ページ数400 S.
言語GER
ニュース番号<652-23 652-L3953>

解説

Bibliotheksgeschichte als Kultur- und Sozialgeschichte: die Sammlung ≫minderwertiger≪ Literatur in der nationalen Zentralbibliothek. Mit der Gründung der Deutschen Bücherei 1912 in Leipzig wurde - zeitgleich zur ≫Schmutz- und Schunddebatte≪ - ein in Deutschland bisher undenkbares Sammelkonzept realisiert: Die nationale Zentralbibliothek des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler erhielt den Auftrag, die gesamte Literatur des Reichs und deutsche Schriften im Ausland zu sammeln - auch die so genannte ≫minderwertige≪ Literatur. Sophie Müller weist in ihrer kulturgeschichtlichen Studie empirisch nach, dass dieser Anspruch der Bibliotheksgründer mit überraschender Gewissenhaftigkeit umgesetzt wurde und erörtert die Begründungen, Faktoren und Interessen, die zur Aufnahme diskreditierter Literatur in die Sammlung führten: Die Auffassung von einer modernen wissenschaftlichen Quellensammlung für alle Disziplinen, ein rationalisierter Bibliotheksbetrieb, ein weiter Kulturbegriff und romantisch-nationale Begründungen einer Sammlung aller Äußerungen des ≫Volksgeists≪. Im Kontext der Nationsbildung propagierten die nationalkonservativen und nationalliberalen Verantwortlichen die Integration aller Gesellschaftsgruppen nach innen und einen Kulturimperialismus nach außen.