株式会社極東書店トップ > 商品一覧 > Der moderne Staat, seine Werte und das Christentum: Eine Betrachtung am Rechts- und Sozialstaat.
商品詳細
Der moderne Staat, seine Werte und das Christentum: Eine Betrachtung am Rechts- und Sozialstaat. 近代国家、その諸価値、キリスト教 -法治国家と社会国家の考察-
・ISBN 978-3-339-11026-8 Ppbk. EUR 86.80
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★★★
| 著者・編者 | Brämer, Georg, |
|---|---|
| シリーズ | Verfassungsrecht in Forschung und Praxis |
| 出版社 | (Kovac, GW) |
| 出版年月 | 2019 |
| ページ数 | 194 S. |
| 言語 | GER |
| ニュース番号 | <652-1293 652-L1288> |
解説
In Deutschland gibt es keine konsequente Trennung von Staat und Kirche. Zwar ist der Staat zu einer religioes-weltanschaulichen Neutralitaet gehalten. Doch geniessen hierzulande die beiden christlichen Grosskirchen eine Sonderstellung. Um diese zu rechtfertigen, haben sich nicht nur die Kirchen, sondern auch weite Teile von Politik, Literatur und Rechtsprechung auf eine Formel festgelegt: Die Werte von Staat und Gesellschaft haetten ihre Wurzeln im Christentum. Und weil der Staat nicht indifferent gegenueber seinen eigenen Grundlagen sein koenne, duerfe er die Kirchen auch nach Belieben foerdern. Der Wahrheitsgehalt dieser Behauptung ist aber alles andere als gesichert. Tatsaechlich ist vieles an ihr streitbar. Kann der Staat ueberhaupt eigene Werte haben? Auf welche Werte kann er sich beziehen? Auch inwieweit die Werte des modernen Staates tatsaechlich vom Christentum stammen, ist fraglich. Wie sozial vorbildlich kann z.B. eine Religion sein, die das Gebot der Naechstenliebe zum obersten Prinzip erklaert, sich aber offen zur Sklaverei bekennt? Darf man das kirchliche Inquisitionsverfahren zum Vorreiter moderner rechtsstaatlicher Prinzipien erklaeren? Die Strafverfolgung von Amts wegen und die Wahrheitsermittlung im Rahmen eines Beweisverfahrens gehen darauf zurueck. Und doch fuehrte dieses kirchliche Verfahren in die Folterkammern und Scheiterhaufen der Inquisition. Das Aufzeigen solcher Widerspruechlichkeiten schafft ein Verstaendnis dafuer, dass sich die Frage nach dem christlichen Ursprung der Werte nicht einfach mit ja oder nein beantworten laesst. Es verdeutlicht auch die Schwierigkeit, aus der widerspruechlichen europaeischen Geschichte einzelne Stuecke herauszubrechen und diese dann zu einer vermeintlichen kulturellen Einheit zu idealisieren.