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"In the Cause of Humanity": Eine Geschichte der humanitaeren Intervention im langen 19. Jahrhundert.

"In the Cause of Humanity": Eine Geschichte der humanitaeren Intervention im langen 19. Jahrhundert. 長い19世紀における人道的介入の歴史

・ISBN 978-3-525-37084-1 Geb. EUR 85.00

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著者・編者Klose, Fabian,
シリーズVeröffentlichungen des Instituts für europäische Geschichte Mainz
出版社(Vandenhoeck, GW)
出版年月2019
ページ数512 S.
言語GER
ニュース番号<651-3075 651-P6002>

解説

Die Frage, ob, wann und wie die internationale Gemeinschaft auf Verletzungen humanitaerer Normen und damit verbundene humanitaere Krisen reagieren soll, gehoert zweifellos zu den vieldiskutierten Themen auf der Agenda der heutigen internationalen Politik. Allerdings tauchte diese Problematik nicht erst am Ende des 20. und zu Beginn des 21. Jahrhunderts ploetzlich aus dem Nichts auf, sondern bereits im Verlauf des "langen 19. Jahrhunderts" setzte man sich kontrovers mit dieser Problematik auseinander. Anhand ausgewaehlter Fallbeispiele wie dem Kampf gegen den Sklavenhandel (18071890), den Militaerinterventionen der europaeischen Grossmaechte zur humanitaeren Nothilfe fuer christliche Minderheiten im Osmanischen Reich (18271878) oder dem Eingreifen der Vereinigten Staaten in den kubanischen Unabhaengigkeitskrieg (1898) untersucht Fabian Klose die militaerische Praktik und die voelkerrechtlichen Debatten zum Schutz humanitaerer Normen gewaltsam einzugreifen. Insgesamt etablierte sich in dieser Epoche die Idee der humanitaeren Intervention als ein anerkanntes Instrumentarium in der internationalen Politik. Eine zentrale Schluesselrolle bei der Entstehung eines neuen humanitaeren Interventionsverstaendnisses uebernahm der bewaffnete internationale Kampf gegen den Sklavenhandel als Urtyp der humanitaeren Intervention. Als Folge kam es zur Ausbildung voelkerrechtlicher Leitlinien, die als Begruendung fuer das militaerische Eingreifen in verschiedenen Krisenregionen dieser Welt dienten. Das "lange 19. Jahrhundert" kann demnach als das genuine "Jahrhundert der humanitaeren Intervention" charakterisiert werden, in dem es zu einer signifikanten Verzahnung von militaerischem Interventionismus unter dem Banner der Humanitaet mit kolonialen und imperialen Projekten kam.