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Die Mitte der Reformation

Die Mitte der Reformation : Eine Studie zu Buchdruck und Publizistik im deutschen Sprachgebiet, zu ihren Akteuren und deren Strategien, Inszenierungs- und Ausdrucksformen. T.カウフマン著 宗教改革の真っ只中

・ISBN 978-3-16-156605-9 Ln. EUR 39.00

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電子版あり 大学・学術機関向け電子ブック(eBook)ISBN 978-3-16-156606-6

著者・編者Kaufmann, Thomas,
シリーズBeiträge zur historischen Theologie
出版社(Mohr, GW)
出版年月2019
ページ数880 S.
言語GER
ニュース番号<648-284 648-3187>

解説

Die Bedeutung des Buchdrucks fuer Verlauf und Gestalt der Reformation ist seit der Reformationszeit ein zentrales Thema. Unklar war allerdings bisher, wie die unterschiedlichen Akteure des reformatorischen Kommunikationsprozesses - die theologischen Schriftsteller, die Buchdrucker, Verleger und Buchfuehrer, Formschneider, Leser etc. - auf der Mikroebene interagierten. Hier setzt Thomas Kaufmann an und rekonstruiert zunaechst, inwiefern die Reformatoren als "Printing Natives" fruehzeitig Kontakte zu Buchdruckern unterhielten, bereits vor der Reformation an Herstellungsprozessen beteiligt und routinierte Editoren, Korrektoren und Publizisten waren, Verfahren beschleunigter Buchherstellung entwickelten und die Strukturen des Buchmarkts genauestens kannten. Sodann arbeitet der Verfasser die Rolle der Buchdrucker und ihrer Familien heraus; hierbei zeigt sich, dass sie eine vielfach unterschaetzte Rolle bei der Gestaltung und Inszenierung eines Buches spielten und originelle Strategien der Transformation des ueberkommenen Buchmarktes entwickelten. In einem letzten Schritt arbeitet der Autor anhand von Schluesselgattungen und -texten der fruehen Reformation (Thesenreihen; Disputationsberichten; druckgraphischen Serien; Editionen; Gebet- und Liederbuechern etc.) heraus, dass die reformatorischen Publizisten einen immensen Drang in die publizistische OEffentlichkeit entwickelten, innerhalb kuerzester Zeit traditionelle akademische Diskursformen wie Disputationen vermittels des Buchdrucks radikal veraenderten und neue, ihren Beduerfnissen entsprechende Gattungen schufen. Nach Auffassung des Verfassers bildete die Interaktion zwischen den reformatorischen Inhalten und ihrer typographischen Reproduktion die Mitte der Reformation.