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Kritik der Ontologie des Immaterialgueterrechts.

Kritik der Ontologie des Immaterialgueterrechts. 知的財産法の存在論批判

・ISBN 978-3-16-155960-0 Brosch. EUR 79.00

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著者・編者Peukert, Alexander,
シリーズGeistiges Eigentum und Wettbewerbsrecht
出版社(Mohr, GW)
出版年月2018
ページ数240 S.
言語GER
ニュース番号<644-1586 644-L904>

解説

Das "geistige Eigentum" basiert auf einer spezifischen Vorstellung von Wirklichkeit. Demnach existieren immaterielle Gueter wie Werke, Erfindungen und Designs, die von ihren Verkoerperungen in Buechern, Erzeugnissen usw. strikt zu unterscheiden sind. Alexander Peukert unterzieht dieses Wirklichkeitsverstaendnis einer rechtsrealistischen Kritik. Er erlaeutert zunaechst, dass das herrschende Paradigma des abstrakten Immaterialguts ontologisch unplausibel ist. Denn die Existenz eines vermeintlich abstrakten Werkes, einer Erfindung usw. haengt von der Existenz mindestens einer ihrer "Verkoerperungen" ab. Auch die Rechtsgeschichte spricht gegen die Annahme, dass die Wirklichkeit des IP-Rechts eine gegebene aeussere Tatsache wie z.B. ein Stueck Land darstellt, auf die das Recht zwangslaeufig trifft. Das Reden und Denken in Kategorien abstrakter Immaterialgueter bildete sich naemlich ueberhaupt erst im 18. Jahrhundert heraus. Schliesslich verfuegt die herrschende Vorstellung ueber nur geringe juristische Erklaerungskraft, da sie zahlreiche Besonderheiten der IP-Rechte im Vergleich zum Sacheigentum nicht verstaendlich machen kann. Insgesamt zeigt sich, dass das abstrakte Immaterialgut eine sprachliche Konstruktion ist, deren alleiniger Zweck darin besteht, ein Eigentumsobjekt zu fingieren. Wir reden und denken, als ob es eigentumsfaehige Immaterialgueter gibt, damit die Eigentumsform zum Einsatz kommen kann. Realitaetsnaeher und damit regelungsadaequater ist eine handlungs- und artefaktbasierte IP-Theorie, die das Urheberrecht und die gewerblichen Schutzrechte als ausschliessliche Rechte zur Herstellung und sonstigen Nutzung von Artefakten begreift, die einem "Master-Artefakt" ausreichend aehnlich sind.