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商品詳細
Wie entsteht eine Schrift in der Forschung und in der Geschichte? : Die Hebraeische Bibel und der Koran. Hrsg. von J. Kampmann. Uebersetzungen von P. S. Peterson.
・ISBN 978-3-16-155242-7 Geb. EUR 39.00
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電子版あり 大学・学術機関向け電子ブック(eBook)ISBN 978-3-16-160793-6
| 著者・編者 | Neuwirth, Angelika, / Hrsg. von J. Kampmann. Übersetzungen von P. S. Peterson |
|---|---|
| シリーズ | Lucas-Preis |
| 出版社 | (Mohr, GW) |
| 出版年月 | 2017 |
| ページ数 | 240 S. |
| 言語 | GER |
| ニュース番号 | <638-L274 638-P540> |
解説
In welchem Verhaeltnis steht der Koran zur biblischen Tradition? Ist er Teil der fuer das spaetere Europa formativen spaetantiken Mittelmeerkultur, oder dominiert in seiner Botschaft "das Eigene", die lokale, kaempferische Kultur Arabiens? Seine Entstehungsgeschichte zeigt, dass er wie die Mischna und das Neue Testament - semantisch Teil der biblischen Tradition ist. Ist er es aber auch hermeneutisch? "Der Koran" ist ja nicht nur historisches Faktum, er ist auch Konstrukt unserer Forschungstradition, seine sehr unterschiedlichen Lektueren bilden zumeist Schulmeinungen ab, die ihm die Zugehoerigkeit zu der im Judentum und Christentum entwickelten biblischen Hermeneutik verweigern - eine exklusivistische Position, die sein Verstaendnis blockiert. Liest man den Koran ohne den Verstaendnisfilter der monotheistischen Hermeneutik, einfach im Wortsinn, so fallen entscheidende biblisch nicht attestierte Erzaehlelemente und Argumentationen als fremd aus dem Rahmen. Gerade sie erweisen sich aber bei Anlegung des fuer die Spaetantike typischen Analysekonzepts der Typologie als substantielle Bausteine der sich im Koran spiegelnden Konstruktion einer Gemeindeidentitaet. Typologie begegnet bei der Hoerergemeinde, die biblische Begebenheiten nach-erlebt und sich so selbst zu einem neuen Gottesvolk entwickelt. Typologie begegnet auch beim Verkuender, wenn dieser Mekkas Erwaehlung zum Geburtsort der neuen Glaubensgemeinschaft als die Erfuellung einer Verheissung Abrahams erkennt. Nicht allein Teilhabe an den biblischen Wissensbestaenden, auch Teilhabe an der biblischen Hermeneutik muss dem Koran zuerkannt werden, will man ihn als eine Schrift auf Augenhoehe zu den anderen wuerdigen. Angelika Neuwirth wendet sich diesen Fragen mit bereits in den Nachbarphilologien erprobten Kriterien (Typologie, Allegorie, Anziehung versus Abstossung) zu. Sie beruecksichtigt dabei auch erstmals die Tatsache der muendlichen Komposition des Koran und damit die Gleichzeitigkeit der Entstehung von Text und Gemeinde.