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Faktizität und Normativität

Faktizität und Normativität : Georg Jellineks freiheitliche Verfassungslehre. 事実性と規範性 -G.イェリネックの自由な憲法理論-

・ISBN 978-3-16-155140-6 Brosch.

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電子版あり 大学・学術機関向け電子ブック(eBook)ISBN 9783161668647
著者・編者Brugger, Winfried / Gröschner, R. / Lembcke, O. W. (Hrsg.),
シリーズPOLITIKA
出版社(Mohr, GW)
出版年月2017
ページ数XIII, 304 S.
言語GER
ニュース番号<638-1054 638-P1798>

解説

Warum Jellinek? Weil bis zum heutigen Tag nicht einmal die Rechtswissenschaft mit Jellineks Doppelperspektive auf das Recht viel anzufangen weiss. Im Grunde ist ihr seine Methode suspekt: zu staatsfixiert oder zu soziologisch - oder beides. So ist vieles verschuettet worden, was die moderne Staatsrechtslehre erst neuerlich, mitunter muehsam im Zuge wachsender Internationalisierung und Globalisierung, aufbaut. Das Recht jenseits des Staates zu denken, die "Eigenlogik" gesellschaftlicher Praxis und deren Ordnungsfunktion und Bedeutung fuer das Recht zu erfassen, den internen Legitimationskern des Rechts und dessen Fruchtbarkeit zu erkennen, all das sind Herausforderungen, die in den Rupturen der letzten zwei Jahrzehnte sichtbar geworden sind. Dass gerade Jellinek zum Verstehen dieser Herausforderungen massgeblich beitragen kann, mag nur fuer jene paradox erscheinen, die in ihm ein altes "Zitierfossil" (Kersten) einer ueberkommenen Disziplin sehen. Die Allgemeine Staatslehre hat sich die Aufgabe gestellt, elementare Ordnungsphaenomene zu durchdringen. Und auch wenn diese zum Teil ihre Gestalt gewandelt haben - die Macht des Staates ist kleiner geworden, die Ansprueche der Gesellschaft politischer -, so bleibt doch die Aufgabe nach wie vor aktuell; und mit ihr viele der bekannten Probleme, die immer noch Raetsel aufgeben. Eines dieser Raetsel ist das "Doppelleben" des Rechts, naemlich "[e]inmal als tatsaechliche Rechtsuebung, als welche es eine der sozialen Maechte ist, die das konkrete Kulturleben eines Volkes ausgestalten. Sodann aber als ein Inbegriff von Normen, der bestimmt ist, in Handlungen umgesetzt zu werden." Diese kleine Passage, die sich in der "Allgemeinen Staatslehre" findet, umreisst Jellineks grosses Thema, sein Lebensthema, das saemtliche Stichwoerter durchwirkt, die ihm den Rang eines Klassikers eingebracht haben.