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Relationen

Relationen : Plaedoyer fuer eine bessere Rechtswissenschaft. 関係-より良き法学擁護論

・ISBN 978-3-16-154914-4 Brosch. EUR 14.00

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電子版あり 大学・学術機関向け電子ブック(eBook)ISBN 978-3-16-167881-3

著者・編者Lepsius, Oliver,
シリーズFundamenta Juris Publici
出版社(Mohr, GW)
出版年月2016
ページ数VIII, 93 S.
言語GER
ニュース番号<636-1179 636-L907>

解説

Die Rechtswissenschaft ist eine Normwissenschaft. Normen haben als Erkenntnisgegenstand die besondere Eigenschaft, nur relational erkennbar zu sein: im Verhaeltnis zu einem bestimmten Kontext (Sachverhalt), im Verhaeltnis zu anderen Normen oder in der Verarbeitung durch bestimmte Organe. Die relationale Existenz von Normen aufzuweisen und ein Programm zu ihrer wissenschaftlichen Behandlung vorzustellen, ist Thema dieses Buches.Oliver Lepsius verdeutlicht die relationalen Eigenschaften von Normen an unterschiedlichen Aggregatzustaenden. Dieselbe Norm kann sich in einem festen, fluessigen oder gasfoermigen Aggregatzustand zeigen (etwa als Urteil, als Gesetz oder als wissenschaftliches Prinzip). Ihre Aussagen aendern sich dadurch genauso wie Fragen der institutionellen Zustaendigkeit, der jeweiligen Verfahren, Sachverhaltskontexte und auch der disziplinaeren Kompetenzen. Mit institutionellen, prozeduralen, faktischen und disziplinaeren Kontexten wird der relationale Ansatz weiter verdeutlicht und sodann an einer Reihe aktueller Probleme, insbesondere an praejudiziellen Rechtsprechungskonflikten, erprobt. Am Beispiel von Entscheidungen des EuGH (Akerberg Fransson) und des EGMR ("Streikrecht fuer Beamte") demonstriert der Autor, wie sich Praejudizien als feste, fluessige und auch gasfoermige Normen darstellen. Das wiederum gestattet eine graduelle Interpretation ihre Bindungswirkung. Die herkoemmliche Alternative von Kasuistik oder Prinzipienbildung, die Dichotomie von rule und principle wird dadurch entscheidend erweitert.Wer Normen relational behandelt, also nach den Bedingungen fragt, unter denen sie Aussagen treffen, gelangt zu insgesamt differenzierteren Kriterien, die einerseits den Eigenschaften von Normen und andererseits der Vielfalt der Kontexte (institutionell, prozessual, sachverhaltsbezogen, zeitlich) gerecht werden.