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Eine Kritik der kommunitaristischen Moralphilosophie

Eine Kritik der kommunitaristischen Moralphilosophie : Offene Gesellschaft - geschlossene Gemeinschaft. 共同体主義的道徳哲学批判

・ISBN 978-90-04-31755-0 paper EUR 76.00

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電子版あり 大学・学術機関向け電子ブック(eBook)ISBN 978-90-04-31935-6

著者・編者Stelzer, Harald,
シリーズSchriftenreihe zur Philosophie Karl R. Poppers und des Kritischen Rationalismus / Series in the Philosophy of Karl R. Popper and Critical Rationalism
出版社(Brill / Rodopi, NE)
出版年月2016
ページ数305 pp.
言語GER
ニュース番号<632-165 632-P332>

解説

"Gegenstand dieses Buches ist die Analyse und Kritik der Moralphilosophie des Kommunitarismus, deren grundlegende Fragestellungen nach wie vor von hoher Aktualitaet sind. Fuehrt das liberalistische Verstaendnis von Mensch und Gesellschaft zur Aufloesung sozialer Bindungen? Benoetigen wir eine Revitalisierung der Gemeinschaften mit ihren jeweiligen Werten? Muss das Ideal der Neutralitaet des Staates aufgegeben werden? Der Autor zeigt in umfassender Weise, dass einige Annahmen des Kommunitarismus durchaus plausibel sind, dass sich seine zentralen Thesen aber nicht aufrechterhalten lassen. Der Kommunitarismus unterschaetzt die potentiellen Gefahren zu enger Gemeinschaftsbindungen. Die ihm zugrunde liegende Philosophie erweist sich als relativistisch und darueber hinaus als widerspruechlich. In der Auseinandersetzung mit dem Kommunitarismus entwickelt der Autor eine Theorie der Normbegruendung, die auf dem Verfahren des UEberlegungsgleichgewichts sowie dem Fallibilismus beruht. Damit leistet er nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Liberalismus-Kommunitarismus-Debatte, sondern darueber hinaus zur Weiterentwicklung einer problemloesungsorientieren Ethik, die in ihren Grundlagen auf die Politische Philosophie, Wissenschaftstheorie und evolutionaere Erkenntnistheorie Karl Poppers verweist."
Volker Gadenne, University of Linz


In Eine Kritik der kommunitaristischen Moralphilosophie. Offene Gesellschaft - Geschlossene Gemeinschaft analysiert Harald Stelzer die grundlegenden Aspekte der normativen Theorien von kommunitaristischen Autoren wie MacIntryre, Sandel, Taylor und Walzer. Basierend auf einer Rekonstruktion ihrer Kritik am Liberalismus und ihrer Sehnsucht nach der Gemeinschaft geht Stelzer auf die staatliche Neutralitaet ebenso ein wie auf die Reichweite der gemeinschaftlichen Einbettung des Individuums. Weiter diskutiert der Autor den Nah- und Fernhorizont der Ethik wie auch die relativistischen Konsequenzen eines auf der Annahme der Inkommensurabilitaet von Moralsystemen beruhenden kommunitaristischen Partikularismus. Das Buch endet mit einem Aufriss von Stelzers eigener Position, die beruhend auf dem Fallibilismus von Karl Popper und dem weiten UEberlegungsgleichgewicht von John Rawls Moral als Problemloesungsprozess auffasst.

In A Critique of the Moral Philosophy of Communitarianism. Open Society - Closed Community Harald Stelzer challenges communitarian authors like MacIntryre, Sandel, Taylor, and Walzer by analysing main aspects of their moral theories. Based on the reconstruction of their critique of liberalism and alternative communitarian accounts, Stelzer looks on state neutrality as well as on the scope of the social embeddedness of the individual. He then proceeds to discuss the far and near horizon of ethics as well as the relativistic consequences of a communitarian particularism based on the underlying assumption of incommensurability. In the last chapter, Stelzer provides his own account of a problem solving ethics by combining Karl Popper's fallibilism with the wide reflective equilibrium of John Rawls.