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商品詳細

Eingreifende Denkerinnen

Eingreifende Denkerinnen : Weibliche Intellektuelle im 20. und 21. Jahrhundert. 20~21世紀の女性知識人

・ISBN 978-3-16-153650-2 Geb. EUR 64.00

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電子版あり 大学・学術機関向け電子ブック(eBook)ISBN 978-3-16-153824-7

著者・編者Gilcher-Holtey, Ingrid (Hrsg.),
出版社(Mohr, GW)
出版年月2015
ページ数240 S.
言語GER
ニュース番号<623-79 623-L1216>

解説

Wer ein Intellektueller ist, ist umstritten. In einem aber gleichen sich die Studien zur Geschichte der Intellektuellen: Sie blenden Frauen aus. Dieser Band gibt Frauen ein Forum, die als Kulturproduzentinnen im 20. und 21. Jahrhundert mit oeffentlichen Stellungnahmen in die politische Arena eingegriffen und damit die Rolle der Intellektuellen wahrgenommen haben. Was forderte ihre Einmischungen heraus? Wie griffen sie ein? Orientierten sie sich an maennlichen Vorbildern? Oder begruendeten sie eigene Formen gesellschaftspolitischen Engagements? Die Autoren der Studien untersuchen Interventionsstrategien weiblicher Intellektueller in Konstellationsanalysen und entfalten das facettenreiche Rollenrepertoire und die Waffen der Kritik von 14 "Eingreifenden Denkerinnen": Kaethe Kollwitz, Erika Mann, Margarete Buber-Neumann, Hannah Arendt, Simone de Beauvoir, Rita Levi Montalcini, Rossana Rossanda, Carla Lonzi, Susan Sontag, Yoko Ono, Jeanne Hersch, Elfriede Jelinek, Judith Butler und Naomi Klein. Als widerstaendige Zeitdiagnostikerinnen stellten sie, sich einmischend in die Politik, etablierte Weltanschauungen, Wahrnehmungsschemata, Werte und Einstellungen in Frage, um einen 'neuen'' 'anderen' Blick auf die Gesellschaft freizulegen. Sie ergriffen das Wort in Verteidigung der Rechte anderer. Sie artikulierten Unbehagen, klagten Missstaende an, deckten Diskriminierungen und Menschenrechtsverletzungen auf. Sie provozierten durch Widerspruch, Dissens, Eigensinn. Das gesellschaftspolitische Engagement Eingreifender Denkerinnen ueberdauerte, wie die Studien zeigen, den vermeintlichen "Tod des intellektuellen" (Lyotard) in den 1980er Jahren. Es zeigt vielmehr Kontinuitaeten und Wandel in der Wahrnehmung der Rolle der Intellektuellen im 20. und 21. Jahrhundert auf.