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Textkritik und Textgeschichte

Textkritik und Textgeschichte : Studien zur Septuaginta und zum hebraeischen Alten Testament.

・ISBN 978-3-16-150966-7 Ln. EUR 119.00

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電子版あり 大学・学術機関向け電子ブック(eBook)ISBN 978-3-16-157814-4

著者・編者Bons, Eberhard,
シリーズForschungen zum Alten Testament
出版社(Mohr, GW)
出版年月2014
ページ数270 S.
言語GER
ニュース番号<613-L189>

解説

Gegen Ende des 2. Jahrhunderts v. Chr. bemerkte schon der anonyme UEbersetzer des deuterokanonischen Buches Jesus Sirach die betraechtlichen Unterschiede zwischen den hebraeischen Texten von Gesetz, Propheten und anderen Buechern sowie ihrer griechischen UEbersetzung, die sich in der sogenannten Septuaginta erhalten hat. Eine derartige non parva differentia stellte er auch beim Vergleich seiner griechischen Version und ihrem hebraeischen Ausgangstext fest. Die Unterschiede zwischen hebraeischem und griechischem Bibeltext waren den Auslegern und UEbersetzern ueber Jahrhunderte bekannt. Viele von ihnen, so etwa Hieronymus, verbanden mit dieser Feststellung abwertende Urteile ueber die Zuverlaessigkeit der Septuaginta. Spaetestens seit der Zeit des Humanismus griffen christliche Ausleger aber immer wieder auf den griechischen Bibeltext zurueck, wenn der hebraeische sich als schwierig oder gar raetselhaft erwies, und suchten diesen wenigstens punktuell mit Hilfe der griechischen Textvarianten zu verbessern. In den letzten ca. 30 Jahren ist die textkritische Forschung am Bibeltext mehr und mehr von diesem Verfahren abgerueckt. Der Text der Septuaginta wird vielmehr in seiner ganzen Vielfalt und Entwicklung als ein Zeuge der Textgeschichte des Alten Testaments angesehen, der eine eigene Betrachtung verdient. Die im vorliegenden Band gesammelten Artikel greifen diese Fragestellung auf. Anhand ausgewaehlter Beispiele vor allem aus den Psalmen sowie den Prophetenbuechern wird herausgearbeitet, dass die UEbersetzer den Sinn ihrer hebraeischen Ausgangstexte einerseits zu bewahren versuchten, andererseits aber auch neue inhaltliche Akzente setzten. Dabei ist ein Einfluss zeitgenoessischer Theologie oft unverkennbar. Und dennoch ist damit nicht ausgeschlossen, dass die Septuaginta stellenweise einen urspruenglicheren Bibeltext bewahrt als die Hebraeische Bibel.