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Ungewisse und diffuse Diskriminierung : Gruende privater Willenserklaerungen vor den Diskriminierungsverboten des AGG.
・ISBN 978-3-16-152076-1 Brosch. EUR 94.00
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★★★
| 著者・編者 | Schramm, Henrik, |
|---|---|
| シリーズ | Studien zum Privatrecht |
| 出版社 | (Mohr, GW) |
| 出版年月 | 2013 |
| ページ数 | 410 S. |
| 言語 | GER |
| ニュース番号 | <607-1563 607-L566> |
解説
Auswahlentscheidungen gehen nicht ohne Ungleichbehandlung einher. Aber unter welchen Umstaenden ist es verbotene Diskriminierung, wenn etwa ein Bewerber um einen Miet- oder Arbeitsvertrag kein Angebot erhaelt? Henrik Schramm spuert der in Rechtsprechung und Literatur zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) verbreiteten Unsicherheit ueber subjektive und objektive Komponenten des Diskriminierungsunrechts nach. Dabei wird deutlich, dass die unmittelbare Diskriminierung zwar nicht nur verwerfliche Motive erfasst, sondern jedwedes Anknuepfen an ein geschuetztes Merkmal und die mittelbare Diskriminierung unverhaeltnismaessig nachteilige Auswirkungen neutraler Kriterien. Aber das heisst im Privatrechtsverkehr nichts anderes als aus verbotenen Gruenden entscheiden oder anhand unakzeptabler Kriterien. Wird private Diskriminierung auf handlungstheoretisch-analytischer Grundlage schaerfer konturiert, kommt Licht in ein Dickicht von Streitfragen - ueber die begriffliche Rekonstruktion der Tatbestaende bis hin etwa zur EuGH-Rechtsprechung zur Schwangerschafts- als Geschlechtsdiskriminierung, die sich als weniger systemlos und schwankend erweist als oft angenommen. Das Problem aber, dass fuer die Aussenwelt oft ungewiss und manchmal auch fuer den Verbotsadressaten selbst diffus bleibt, ob diskriminierende Gruende im Spiel sind, erfordert eine Beweiserleichterung. Richtig verstanden setzt diese nur beim Beweismass an und veraendert die Beweislast nicht.