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Italianismen des Handels im Deutschen und Franzoesischen

Italianismen des Handels im Deutschen und Franzoesischen : Wege des fruehneuzeitlichen Sprachkontakts. ドイツ人とフランス人の商取引におけるイタリア主義 -近代初期の言語接触の過程-

・ISBN 978-3-11-031446-5 Geb. EUR 199.95

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電子版あり 大学・学術機関向け電子ブック(eBook)ISBN 978-3-11-031463-2

著者・編者Wilhelm, Eva-Maria,
シリーズPluralisierung & Autorität
出版社(de Gruyter, GW)
出版年月2013
ページ数440 S.
言語GER
ニュース番号<605-2358>

解説

Interferenzen, die in Sprachkontaktsituationen, wie sie der Handel erzwingt, naturgemaess auftreten, auf ihrem Weg zur etablierten Entlehnung zu begleiten, ist das Ziel der vorliegenden Arbeit. Die Lexikologie bietet hier ein dankbares Untersuchungsfeld. Gerade im Bereich des Handels konnte Italien mit seinen einflussreichen Handelszentren wie Venedig oder Mailand stark auf das Deutsche und auch das Franzoesische einwirken. Italien dominierte den Handel des Suedens; im Handel mit dem nordalpinen Raum nahmen die sueddeutschen Handelszentren eine Vermittlerrolle ein. So transferierten sie in Italien entwickelte Handelsinnovationen mit der dazugehoerigen Terminologie, die sodann mit einer zeitlichen Verzoegerung von - grob gesagt - 100 Jahren den Norden erreichte.
AEhnliches gilt fuer Frankreich; auch hier stammt das Gros der Lehrbuecher zur Kaufmannschaft aus Italien und wird gleichermassen wie in Deutschland - wenn auch etwas spaeter - stark rezipiert.
Einer genaueren Pruefung wurden auch die franzoesische Sekundaerentlehnungen im Deutschen unterzogen, die im 17. Jahrhundert verstaerkt auftraten, in der Literatur aber nicht unbedingt als sekundaerentlehnt identifiziert werden. Diese Sekundaerentlehnungen zeigen sich verstaerkt im Norden, wohl beeinflusst durch Antwerpen, und sind oft nicht dauerhaft.
Es ergab sich auch, dass Entlehnungen zum Teil vordatiert werden muessen und schon viel eher etabliert waren als in der Literatur bislang angenommen wurde.

Die Wege der einzelnen Entlehnungen mit fast 4000 Belegen aus 150 Quelltexten (15.-18. Jahrhundert) sind mit 120 Karten nachgezeichnet worden, die in ihrer Gesamtheit ein plastisches Bild des Entlehnungsweges reflektieren. Die Daten basieren auf einer Access-Tabelle, die eine Sammlung der Daten unter verschiedenen miteinander verknuepften Oberbegriffen (Etymon, Textsorte, Druckort/-jahr, Autor) ermoeglicht. Die linguistische Auswertung der Karten zeigt die Regelmaessigkeiten des Transfers wie auch der Etablierung in den Zielsprachen.