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Gewalt und Gewalten

Gewalt und Gewalten : Zur Ausuebung, Legitimitaet und Ambivalenz rechtserhaltener Gewalt.

・ISBN 978-3-16-151790-7 Brosch. EUR 74.00

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電子版あり 大学・学術機関向け電子ブック(eBook)ISBN 9783161674396
著者・編者Meireis, Torsten (Hrsg.),
出版社(Mohr, GW)
出版年月2013
ページ数X, 354 S.
言語GER
ニュース番号<603-L68>

解説

Die Herausforderung durch neue Formen nationaler und transnationaler kriegerischer und krimineller Gewalt stellt die klassischen Grenzen zwischen ausserstaatlichem Gewaltumgang in zwischenstaatlichen Kriegen und innerstaatlicher Gewaltbegrenzung in Frage, damit aber auch Aufgabenzuschreibungen, Selbstverstaendnis und Struktur der Organisationen des staatlichen Gewaltmonopols: Nationalstaatliches Militaer hat es mehr und mehr mit polizeilichen Aufgaben im Rahmen von Friedenssicherungs- oder -konsolidierungsmissionen zu tun; innerstaatliche Polizei kommt durch die Terrorismusabwehr ploetzlich mit Gegnern von aussen, "Feinden", in Beruehrung.Ethisch gesehen bedarf es zur Bewaeltigung der neuen Herausforderungen an die Gestaltung des inner- wie zwischenstaatlichen Friedens einer Kriteriologie, die den Problemlagen des Gewaltgebrauchs durch die unterschiedlichen Gewalten gerecht wird, an die klassischen Gewalteinhegungstheorien sowie an plurale Begruendungskontexte anschlussfaehig ist und dabei die Ambivalenz und Problematik jedes Gewaltumgangs nicht vernachlaessigt. Eine solche Kriteriologie liegt in der Figur einer - massgeblich durch Beitraege Hans-Richard Reuters gepraegten - "Ethik rechtserhaltender Gewalt" vor, die den Fokus bildet, um den dieser Band gruppiert ist.Die Grundidee dieses Konzepts besteht in der Vorstellung, dass physische Gewalt auch als ultima ratio nur in dem Masse akzeptabel sein kann, in dem sie den Rechtszustand einsetzt oder erhaelt, wobei dieser Rechtszustand vorrangig als Rechtsidee verstanden wird, die den Bestand der Prinzipien von Menschenwuerde und Menschenrechten umfasst und diejenige gleiche Anerkennung und wechselseitige Erwartungssicherheit ermoeglicht, die Konflikte und Interessengegensaetze gewaltfrei zu regeln erlaubt.