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商品詳細
Ungerechtes Recht. 不当な法
・ISBN 978-3-16-152393-9 Brosch. EUR 59.00
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電子版あり 大学・学術機関向け電子ブック(eBook)ISBN 978-3-16-163162-7
| 著者・編者 | Müßig, Ulrike (Hrsg.), |
|---|---|
| 出版社 | (Mohr, GW) |
| 出版年月 | 2013 |
| ページ数 | 160 S. |
| 言語 | GER |
| ニュース番号 | <603-1074> |
解説
Alles Nachdenken ueber das Recht ist von der Gerechtigkeitsfrage begleitet, die sich einer Loesung durch rein formale Kategorien der Logik oder der verfahrensmaessigen Betrachtung entzieht. Die inhaltlichen Wertungen der Gerechtigkeit werden im Diskurs ueber Rechtsethik und soziale Verantwortung gepraegt. Misslingt dieser Diskurs oder wird er von einer autoritaeren Staatsgewalt diktiert, geht der Rechtscharakter der vom Staat erlassenen Normen nicht per se verloren. Recht ist inhaltlich neutral und bestimmt sich allein als Willensakt des Gesetzgebers, gegebenenfalls innerhalb verbindlicher verfassungsrechtlicher Grenzen. Die Prominenz der "Reinen Rechtslehre" Hans Kelsens, die das Recht als Norm nach deren Logik analysiert, ist nicht zufaellig. Schon aus methodischen Gruenden bildet das rechtspositivistische Credo die Grundlage der modernen Jurisprudenz ebenso wie der rechtshistorischen Forschung. Den Rechtspositivismus stellen Erfahrungen ungerechten Rechts in Frage - die es bei striktem Beharren auf dieser Position gar nicht geben duerfte. Doch nicht zuletzt die totalitaeren Systeme des 20. Jahrhunderts fordern die Frage nach den Grenzen des Rechts heraus, die sich auch fuer andere Epochen stellt. Dabei betritt der vorgelegte Band "Ungerechtes Recht" insoweit Neuland als er ueber die auf die Gesetzgebung fokusierte rechtsphilosophische Diskussion der Kelsenschen Normlogik hinaus die Frage nach den Grenzen des Rechts auch fuer die richterliche Urteilstaetigkeit und das exekutive Verwaltungshandeln stellt.