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商品詳細
Die Jugend der Justitia : Archaeologie der Gerechtigkeit im Prozessrecht der Patristik. ユスティティアの子弟 -教父学の手続法における司法の考古学-
・ISBN 978-3-16-152322-9 Brosch. EUR 54.00
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★★★
| 著者・編者 | Schmoeckel, Mathias, |
|---|---|
| 出版社 | (Mohr, GW) |
| 出版年月 | 2012 |
| ページ数 | 250 S. |
| 言語 | GER |
| ニュース番号 | <600-1287 600-L920> |
解説
Die Kirchenvaeter wie insbesondere Ambrosius und Augustinus beschaeftigten sich vielfach mit Fragen des Gerichtsverfahrens. In ihrer Funktion als bischoefliche Richter sahen sie sich als "Augen der Kirche" verpflichtet, den christlichen Glauben mit der Gesellschaft zu verbinden. Die fruehe Kirche entwickelte damit zum 4. Jahrhundert eigene ethisch inspirierte Grundannahmen und Ziele des Prozessrechts. Aus den meist versprengten Aussagen der Kirchenvaeter formte sich das mittelalterliche roemisch-kanonische Prozessrecht. Wahrheit und Gerechtigkeit, beides verstanden als Konkretisierungen Gottes, bildeten neue Ziele des Urteils, durch die der neue Glaube als Grundlage der christlichen Gesellschaft realisiert werden sollte. Das Recht wurde zunehmend als Mittel zur Vorbereitung der Seelen auf das ewige Leben, der Prozess als Vorinstanz des Juengsten Gerichts, die Strafe als Medizin der Seele aufgefasst. Zwar sollten Christen moeglichst nicht vor Gericht streiten, doch kam der Prozess in Betracht, um Zwistigkeiten und Skandale zu beseitigen. Die Kirchenvaeter foerderten die ethische Ausrichtung der Gesellschaft durch Gesetze und Gerichte. Damit schufen sie der Hierarchie der saekularen Amtstraeger bis hin zum Kaiser eine neue Legitimitaet, sofern sie die christliche Ethik beruecksichtigten. So loeste etwa ein neues Beweisrecht die fruehere Gerichtsrhetorik ab mit dem Ziel, Beweiskraft und -gewinnung zu regeln, um eine einheitliche Rechtsprechung zu garantieren. Die sich wandelnde Einstellung der fruehen Kirche zum Recht spiegelt sich dabei in der Ikonographie Jesu, der zunehmend als himmlischer Kaiser und Richter dargestellt wird.