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Schrift, Tradition und Bekenntnis.

Schrift, Tradition und Bekenntnis. J.ロールス著 文書、伝統、告白

・ISBN 978-3-16-151014-4 Brosch. EUR 69.00

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電子版あり 大学・学術機関向け電子ブック(eBook)ISBN 9783161676130
著者・編者Rohls, Jan,
シリーズIdeengeschichte des Christentums
出版社(Mohr, GW)
出版年月2012
ページ数900 S.
言語GER
ニュース番号<590-243>

解説

Jan Rohls untersucht im zweiten Teil seiner Ideengeschichte des Christentums den Komplex "Schrift, Tradition und Bekenntnis", der mit der Idee der Offenbarung aufs engste zusammenhaengt. Das Christentum gilt nicht nur als eine Offenbarungsreligion, sondern es zeichnet sich auch dadurch aus, dass es sich auf Texte bezieht, die mit besonderer Autoritaet ausgestattet sind. Das gilt zum einen fuer die als heilig qualifizierte Schrift Alten und Neuen Testaments, die selbst aus ganz unterschiedlichen Texten besteht, die im Verlauf der alten Kirche schliesslich als kanonisch anerkannt wurden. Das gilt zum andern aber auch fuer die Bekenntnisse und Dogmen, die als verbindliche Groessen neben die Schrift traten und gleichfalls als kanonisch galten. Konflikte ergaben sich im Verlaufe der Geschichte zum einen bezueglich der Frage, ob es neben der Schrift eine sich von den Aposteln herleitende muendliche Tradition gibt und welche Rolle sie bei der Auslegung der Schrift und der Bildung von Dogmen spielt. Zum andern war aber auch der Verbindlichkeitsgrad von Schrift und Bekenntnis strittig. Zumal die Reformatoren insistierten auf der Alleingeltung der Schrift als oberster Norm des Glaubens, waehrend sie Bekenntnissen und Dogmen nur eine abgeleitete Bedeutung beilegten. Doch dieses spaeter so genannte Schriftprinzip geriet mit dem Aufkommen der historischen Kritik ins Wanken. Dieser Vorgang fuehrt zu einem entscheidenden Autoritaetsverlust der Bibel seit der Aufklaerung wie auch zu unterschiedlichen Versuchen, ihre Autoritaet zu restaurieren. Gleichzeitig werden aber auch die Bekenntnisse und Dogmen historisiert und damit relativiert.