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Japans neue Immigrationspolitik

Japans neue Immigrationspolitik : Ostasiatisches Umfeld, ideelle Diversität und institutionelle Fragmentierung. 日本の新しい移民政策

・ISBN 978-3-531-18478-4 Brosch.

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著者・編者Chiavacci, David,
シリーズOstasien im 21. Jahrhundert. Politik - Gesellschaft - Sicherheit - Regionale Integration
出版社(VS Vlg., GW)
出版年月2011
ページ数336 S.
言語GER
ニュース番号<590-1611 590-1988>

解説

Japan wurde lange als ein Paradebeispiel fuer ein Nichtimmigrationsland unter den fortgeschrittenen Industrielaendern betrachtet. Doch seit Mitte der 1980er Jahre hat sich auch Japan parallel zur Etablierung der ostasiatischen Migrationsregion in ein Immigrationsland transformiert und verzeichnet seither signifikante und kontinuierliche Zu- und Einwanderungsstroeme. Die vorliegende Studie untersucht Japans neue Immigrationspolitik der beiden letzten Dekaden in ihrem regionalen Kontext in Ostasien. Zwar wird in der Fachliteratur oft angenommen, dass die japanische Immigrationspolitik primaer durch einen stark ausgepraegten Ethnonationalismus geformt wird. Eine detaillierte Analyse zeigt jedoch, dass sich die japanische Immigrationspolitik im Gegenteil gerade durch eine ideelle Diversitaet auszeichnet. Der Politikprozess weist zudem eine institutionelle Fragmentierung auf, was zu einer gegenseitigen Blockierung der Politikakteure vor dem Hintergrund ihrer unterschiedlichen ideellen Perspektiven und den damit verbundenen Politikpraeferenzen fuehrt. Die Folge dieser ideellen Diversitaet und institutionellen Fragmentierung ist eine Diskrepanz zwischen offizieller und realer Immigrationspolitik. Das Fehlen einer langfristigen Strategie und proaktiven Ausrichtung der Immigrationspolitik in Japan in den letzten Jahren ist nicht die Folge einer Schwaeche des japanischen Staates gegen aussen, sondern einer Immobilisierung aufgrund dieser internen Fragmentierung.