株式会社極東書店トップ > 商品一覧 > Der heilige Zeitgeist : Studien zur Ideengeschichte der protestantischen Theologie in der Weimarer Republik.
商品詳細
Der heilige Zeitgeist : Studien zur Ideengeschichte der protestantischen Theologie in der Weimarer Republik. 神聖な時代精神 -ヴァイマル共和国のプロテスタント神学の思想史研究-
・ISBN 978-3-16-150430-3 Brosch. EUR 64.00
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★★★
| 著者・編者 | Graf, Friedrich Wilhelm, |
|---|---|
| 出版社 | (Mohr, GW) |
| 出版年月 | 2010 |
| ページ数 | 390 S. |
| 言語 | GER |
| ニュース番号 | <580-167> |
解説
Friedrich Wilhelm Grafs Studien zur protestantischen Universitaetstheologie der Zwischenkriegszeit haben seit den 1980er Jahren mancherlei Kontroversen ausgeloest. Kritische Deutungen der antiliberalen Theologien Karl Barths, Friedrich Gogartens und Hans-Joachim Iwands fanden ebenso Widerspruch wie Studien zu dem antidemokratischen Autoritaetskult eines konservativen Kulturlutheraners wie Reinhold Seeberg. Dieses Buch bietet eine repraesentative Auswahl aus den theologiehistorischen Studien Grafs zur Weimarer Republik und zu den Anfaengen der nationalsozialistischen Diktatur. Am Beispiel des Kreises um Martin Rades "Die Christliche Welt" zeigt der Autor insbesondere die Resistenz einiger prominenter liberaler Protestanten im NS-Staat. Graf setzt fuer die Theologiegeschichte der Weimarer Republik auf konsequente Historisierung und, inspiriert auch durch moderne Ideengeschichte und Diskursgeschichte, auf die politische Kontextualisierung theologischer Wissensproduktion. So deutet er insbesondere die von den damals Juengeren geuebte Fundamentalkritik am buergerlichen theologischen Liberalismus des Kaiserreichs als eine Absage auch an den politischen Liberalismus im Umfeld Friedrich Naumanns. Die "antihistoristische Revolution" in den fruehen 1920er Jahren foerderte einen radikal antibuergerlichen Gestus des Unbedingten. Glaubensernste Emphase und Hunger nach Ganzheit gingen vielfaeltige Verbindungen mit einem dezisinistischen Zeitgeist ein, der es kaum erlaubte, die Konsensbildungsmechanismen und den Kompromissbedarf einer parlamentarischen Demokratie zu erkennen und ernst zu nehmen.