株式会社極東書店トップ > 商品一覧 > Individuelle Freiheit zum Wohle aller : Die soziale Dimension des Freiheitsbegriffs im Werk des John Stuart Mill.
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解説
Die politische Ideengeschichte und die Beschaeftigung mit ihr sehen sich mit dem Vorwurf konfrontiert, praxisfern und mithin verzichtbar zu sein. Nicht zuletzt in Folge der Bedraengung der ?Politischen Theorie und Ideengeschichte" durch den wachsenden Anspruch anderer Bereiche der Politikwissenschaft, die eigentlich relevante, weil anwendungsbezogene (empirisch-analytische) Theoriearbeit zu leisten, wird die Ideengeschichte zunehmend marginalisiert. Das schadet dem gesamten Fach - nicht nur mit Blick auf die Leistungen der Ideengeschichte als einer historischen Disziplin, sondern jenseits dessen auch mit Blick auf ihr oft unterschaetztes theoretisches Potential. Man trennt politische Theoretiker meist in solche, die ueber das, was IST und solche, die ueber das, was SEIN SOLL verh- deln (wenngleich beides kaum zu trennen ist) - die Ideengeschichte aber eroeffnet einen weiteren Modus theoretischer Reflektion: Sie zeigt, was SEIN KANN. Sie weist ueber das hinaus, was ist, ohne Deutungshoheit zu beanspruchen ueber das, was sein soll - in dieser Mittlerposition liegt im wahrsten Sinne des Wortes ihr Potential. Die vorliegende Studie versteht sich in diesem Sinne als ideen- schichtliche Studie, die durchaus einen Beitrag zu aktuellen Fragen leistet, wenn auch weniger in Form konkreter Loesungsvorschlaege als vielmehr in Form alt- nativer Denkmoeglichkeiten gesellschaftspolitischer Ordnung. Die Grundlage der vorliegenden Publikation bildet meine 2009 an der L- wig-Maximilians-Universitaet Muenchen verteidigte, von der Friedrich-Naumann- Stiftung mit Mitteln des Bundesministeriums fuer Bildung und Forschung gef- derte Dissertation. Fuer die wohlwollende, das Denken nie einengende, doch stets fordernde Betreuung danke ich meinem Doktorvater Prof. Henning Ottmann.