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商品詳細
Eine religioese Referenz in einem Europaeischen Verfassungsvertrag.
・ISBN 978-3-16-149704-9 Brosch. EUR 74.00
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電子版あり 大学・学術機関向け電子ブック(eBook)ISBN 978-3-16-151161-5
| 著者・編者 | Naumann, Kolja, |
|---|---|
| シリーズ | Jus Internationale et Europaeum |
| 出版社 | (Mohr, GW) |
| 出版年月 | 2008 |
| ページ数 | 310 S. |
| 言語 | GER |
| ニュース番号 | <556-902 556-L333> |
解説
Die Aufnahme einer religioesen Referenz oder eines Gottesbezugs in die Praeambel war ein zentraler Streitpunkt bei der Ausarbeitung des Europaeischen Verfassungsvertrags. Kolja Naumann untersucht ausgehend von verfassungsrechtlichen, voelker- und europarechtlichen UEberlegungen die rechtlichen Auswirkungen der diskutierten Varianten: einer neutralen Referenz an das religioese Erbe Europas, einer Hervorhebung des christlichen Erbes oder einer Nennung der Verantwortung vor Gott und den Menschen. Der Autor kommt zu dem Ergebnis, dass sich die religioesen Referenzen weder zur Begruendung einer besonderen Bedeutung religioeser Argumente im Unionsrecht noch zur Anerkennung ueberpositiver Rechtsnormen instrumentalisieren lassen. Die religioese Referenz in der Praeambel des Verfassungsvertrags bringt vielmehr deutlich zum Ausdruck, dass die Europaeische Union des 21. Jahrhunderts ihre oft konstatierte 'Religionsblindheit' ueberwindet und ein freundliches und diskriminierungsfreies Zusammenwirken mit Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften entwickelt. Der Autor veranschaulicht, dass die Erwaehnung der Bedeutung des Erbes Europas fuer die Entwicklung der Unionswerte deutlich macht, dass diese im Lichte ihrer begriffsgeschichtlichen Bedeutung ausgelegt werden muessen.Von diesen UEberlegungen ausgehend untersucht Kolja Naumann die Auswirkungen der religioesen Referenz auf die Auslegung der Normen des Verfassungsvertrags und insbesondere auf das sich entwickelnde Religionsverfassungsrecht. Dabei arbeitet er auch die Grenzen dieser Auslegungsfunktion heraus.