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"Irren ist menschlich"

"Irren ist menschlich" : Vorsatz und Tatbestandsirrtum im Lichte der Verantwortungsethik und der Emanzipation des angegrifffenen Mitmenschen.

・ISBN 978-3-16-149557-1 Ln. EUR 144.00

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電子版あり 大学・学術機関向け電子ブック(eBook)ISBN 9783161668906
著者・編者Burchard, Christoph,
シリーズTübinger Rechtswissenschaftliche Abhandlungen
出版社(Mohr, GW)
出版年月2008
ページ数529 S.
言語GER
ニュース番号<552-757>

解説

Der Vorsatz des Taeters kann entweder trotz eines Irrtums bejaht oder aber wegen eines Irrtums verneint werden. So begrenzt damit die irrtumsdogmatischen Antwortmoeglichkeiten auch erscheinen moegen - die zugrunde liegenden Wertungen sind um ein Vielfaches komplexer. Immerhin gilt es zu klaeren, fuer welche unvorhergesehen Geschehen der Beschuldigte vorsatzdeliktisch verantwortlich sein soll. Doch was sind Grund und Grenze sowie Massstab einer subjektiven Zurechnung von Unvorhergesehenem zum Vorsatz?Christoph Burchard untersucht diese Grundlagenprobleme und fuehrt sie einer in sich geschlossenen Loesung zu. Ausgehend von einer Systematisierung der verschiedenen Irrtumsfallgruppen - von den Klassikern wie der aberratio ictus zu den weniger bekannten Irrtuemern wie dem ueber Tatbestandsalternativen - stellt er die Normativitaet des Vorsatzurteils in aller Deutlichkeit heraus. Um dieses Urteil nicht der Beliebigkeit preiszugeben, orientiert er die Irrtumslehre an der Schuld und erarbeitet darueber hinaus eine strafrechtsphilosophische Fundierung der Vorsatz- und Irrtumsdogmatik. Diese wird in Anlehnung an Max Webers Verantwortungsethik zum einen individualistisch begruendet, weist aber zum anderen auch dem konkret durch eine Tat angegriffenen Mitmenschen einen eigenen Stellenwert zu. Indem er diesen Ansatz fuer die Fallloesung fruchtbar macht, dogmatisiert der Autor fallgruppenuebergreifend gueltige Argumentationsmuster. Diese sichern die aus Rechtsprechung und Lehre bekannten Ergebnisse teils zusaetzlich ab, stellen sie teils grundsaetzlich in Frage und teils auf eine neue Basis.