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商品詳細

Hermann Weinkauff (1894 - 1981)

Hermann Weinkauff (1894 - 1981) : Der erste Praesident des Bundesgerichtshofs. H.ヴァインカウフ-最初の連邦通常裁判所長官

・ISBN 978-3-16-149461-1 2007 Brosch. EUR 74.00

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電子版あり 大学・学術機関向け電子ブック(eBook)ISBN 978-3-16-160391-4

著者・編者Herbe, Daniel,
シリーズBeiträge zur Rechtsgeschichte des 20. Jahrhunderts
出版社(Mohr, GW)
ページ数350 S.
言語GER
ニュース番号<548-675>

解説

Daniel Herbe widerlegt die bisherige Annahme der rechtsgeschichtlichen Forschung, Hermann Weinkauff habe eine naturrechtliche Lehre vertreten und als Praesident des BGH eine Naturrechts-Rechtsprechung mitgetragen, und macht deutlich, dass dies nur auf Weinkauffs theoretisch entworfene Lehre zutrifft. Der Autor zeigt, dass der Protestant Weinkauff eine idealistische, theologisch "schwache" Naturrechtsansicht vertrat. Diese erwies sich als ein Konglomerat aus Teilen der katholischen Moraltheologie, aus Teilen der evangelischen, von dem Schweizer Theologen Emil Brunner vertretenen Auffassung sowie der evangelischen von Erik Wolf und anderen vertretenen Meinung und der profanen Rechtsphilosophie im Sinne der Scheler-Hartmann'schen Wertethik. Die Analyse der von Hermann Weinkauff mitgetragenen Rechtsprechung ergibt, dass tatsaechlich nur in sehr wenigen Entscheidungen naturrechtliche Ausfuehrungen zu tragenden Gruenden wurden. In diesen Faellen legte das Gericht methodisch mit Hilfe von Rueckgriffen auf das Naturrecht wertausfuellungsbeduerftige Gesetzesbegriffe aus, um einerseits die Strafbarkeit der "Kuppelei" zu begruenden und um andererseits ueber das geltende positive Recht hinaus zu gehen, in dem es z.B. die Strafbarkeit des Selbstmordes und des Ehebruches schuf. Im Ergebnis zeigt sich, dass der BGH diesen Rueckgriff auf das Naturrecht als Auslegungshilfe nicht im Allgemeinen, sondern nur in diesen Ausnahmeentscheidungen vornahm.Hermann Weinkauff vertrat zudem die Idee der Grossen Justizreform und wollte eine neue, starke, rechtsstaatliche Justiz schaffen, deren Gerichte mit einem neuen Typ Richter nach angloamerikanischem Vorbild besetzt sein sollte.