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商品詳細
Gerechtigkeit fuer Humanitaetsverbrechen? : Nationale Strafverfolgung von staatlichen Systemverbrechen mit Hilfe der Radbruchschen Formel. 人道犯罪にとっての正義?-ラートブルフの公式 による国家的体制犯罪の各国の刑事訴追
・ISBN 978-3-16-149103-0 Brosch. EUR 59.00
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★★★
| 著者・編者 | Vest, Hans, |
|---|---|
| 出版社 | (Mohr, GW) |
| 出版年月 | 2006 |
| ページ数 | 240 S. |
| 言語 | GER |
| ニュース番号 | <537-833> |
解説
Deutschland stand im 20. Jahrhundert zweimal vor der Herausforderung, von Staates wegen veruebte Verbrechen mit im Tatzeitpunkt geltenden Vorschriften des nationalen Strafrechts ahnden zu muessen. Wie schon in den NS-Gewaltverbrecherprozessen erhoben die Taeter in den Strafverfahren zu den Toetungen an der DDR-Grenze den Einwand, was gestern Recht gewesen sei, koenne heute nicht Unrecht sein. Damit warfen sie eine Grundsatzfrage an der Grenze von Recht und Moral auf, die eng mit dem Verbot rueckwirkender Bestrafung verknuepft ist. Der Strafrechtler und Rechtsphilosoph Gustav Radbruch hat sie 1946 in einem Text zu beantworten versucht, dessen zentrale Stelle in der Verbindung von Verleugnungs- und Unertraeglichkeitsthese besteht. Im Anschluss an diese sogenannte Radbruchsche Formel analysiert Hans Vest einerseits die Grenzen des Rechtsbegriffes und legt fest, unter welchen Voraussetzungen Unrechtserlasse die Rechtsnatur nicht erlangen. Bestimmte Erlasse koennen anhand von Kriterien wie Nichtoeffentlichkeit und Verschleierung der wahren Regelungsmaterie naemlich als Nicht-Recht definiert werden . Andererseits entwickelt der Autor diejenigen voelkerrechtlichen Voraussetzungen, die es erlauben, unertraeglich ungerechten Gesetzen die Rechtsgeltung abzusprechen. Die Untersuchung versteht sich als Versuch angewandter Methodenlehre, der ueblicherweise strikt unterschiedene dogmatische, rechtstheoretische und rechtsphilosophische Argumente zu einer Gesamtsicht integriert. Dabei zeigt sich, dass die reformulierte Radbruchsche Formel deutlich leistungsstaerker ist als gemeinhin angenommen wird.