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Spaethumanismus und reformierte Konfession

Spaethumanismus und reformierte Konfession : Theologie, Jurisprudenz und Philosophie in Heidelberg an der Wende zum 17. Jahrhundert. 後期人文主義と改革派宗派

・ISBN 978-3-16-149042-2 Ln. EUR 109.00

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電子版あり 大学・学術機関向け電子ブック(eBook)ISBN 978-3-16-158541-8

著者・編者Strohm, Christoph / Freedman, J. S. / Selderhuis, H. J. (Hrsg.),
シリーズSpätmittelalter und Reformation Neue Reihe
出版社(Mohr, GW)
出版年月2006
ページ数380 S.
言語GER
ニュース番号<533-177>

解説

Das internationale Symposium, das 2004 in der Johannes a Lasco Bibliothek in Emden stattfand, ging der Frage nach, ob und in welcher Weise konfessionelle Orientierungen am Ende des 16. Jahrhunderts in der Lehre der Philosophie, Jurisprudenz und Theologie an der Universitaet Heidelberg einen Niederschlag gefunden haben. Gerade die Vorreiterrolle der Kurpfalz mit der Universitaet Heidelberg bei den Versuchen einer Calvinisierung des Reiches laesst eine verstaerkte Wirkung der Konfessionalisierung in den verschiedenen Lebensbereichen vermuten. Der vorlaeufige Befund ist jedoch widerspruechlich. Bei den Theologen kann man eine klare konfessionelle Abgrenzung feststellen, die sich gegen die sogenannten Gnesiolutheraner und das Luthertum der Konkordienformel, nicht jedoch gegen das melanchthonianisch gesinnte Luthertum richtet. Bei den Philosophen ist das kaum greifbar, wie gerade die ambivalente Haltung zur ramistischen Methode zeigt. Bei den Juristen, die sich in der grossen Mehrheit der reformierten Konfession verbunden wissen, lassen sich Aspekte herausarbeiten, die eine scharfe Abgrenzung gegenueber dem "Papismus" deutlich machen. Hingegen wird auf innerprotestantische Abgrenzungen fast voellig verzichtet und vielmehr durchgaengig Kritik an dem aergerlichen "Theologengezaenk" formuliert. Insgesamt wird deutlich, wie wenig aussagekraeftig die Etiketten "calvinistisch" oder "reformiert" sind. Nicht weniger charakteristisch fuer das damalige Heidelberger Gelehrtenmilieu ist die tiefe Verbundenheit mit humanistischem Gedankengut sowie die starke Praesenz westeuropaeischer Beziehungen und Erfahrungshorizonte.