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Kriminologische Grundlagen einer internationalen Strafgerichtsbarkeit : Politische Ideen- und Dogmengeschichte, kriminalwissenschaftliche Legitimation, strafrechtliche Perspektiven.
・ISBN 978-3-16-148477-3 Ln. EUR 159.00
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★★★
| 著者・編者 | Neubacher, Frank, |
|---|---|
| 出版社 | (Mohr, GW) |
| 出版年月 | 2005 |
| ページ数 | 580 S. |
| 言語 | GER |
| ニュース番号 | <519-957> |
解説
Mit seiner Studie leistet Frank Neubacher einen interdisziplinaeren Brueckenschlag zwischen Voelkerrecht und Kriminalwissenschaften, indem er u.a. den Prozess der Normgenese und Normimplementation im internationalen Strafrecht (Voelkerstrafrecht) nachvollzieht. Methodisch stuetzt er sich auf den labeling approach, wonach delinquentes Verhalten nicht ohne Bezug zu den gesellschaftlichen Interaktionen und Definitionen analysiert werden kann, die das Praedikat "kriminell" zuschreiben oder, wie auf der Ebene von Staatsfuehrungen deutlich wird, auch nicht zuschreiben. Der labeling-Ansatz wird jedoch, wo er heute nicht mehr ueberzeugen kann, modifiziert, um zu einer unvoreingenommenen Analyse der Entwicklung des internationalen Strafrechts vorzustossen. Dadurch kann er mit aetiologischen Fragestellungen kombiniert sowie fuer die Frage geoeffnet werden, inwieweit kriminologische Befunde eine internationale Strafgerichtsbarkeit legitimieren koennen. In diesem Zusammenhang geht der Autor u.a. auf empirische Erkenntnisse zur interkulturellen Schwereeinschaetzung von Delikten, zur Viktimologie und zur individuellen strafrechtlichen Zurechnung von Systemunrecht ein. Er kommt zu dem Schluss, dass der wirksame Schutz von Menschenrechten eine Ausweitung des Kriminalitaetsverstaendnisses auf das Handeln von Regierenden und Maechtigen erfordert und dass es zu einer funktionsfaehigen internationalen Strafgerichtsbarkeit keine Alternative gibt.