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商品詳細
Missverstehen und Verstehen : Savignys Grundlegung der juristischen Hermeneutik. サヴィニーの近代法解釈学の基礎
・ISBN 978-3-16-148418-6 Ln. EUR 104.00
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★★★
| 著者・編者 | Meder, Stephan, |
|---|---|
| 出版社 | (Mohr, GW) |
| 出版年月 | 2004 |
| ページ数 | 280 S. |
| 言語 | GER |
| ニュース番号 | <512-830> |
解説
Wann ist die Auslegung eines verbindlichen Rechtstextes zulaessig? Im angelsaechsischen und franzoesischen Rechtskreis pflegt man diese Frage bis heute unter Stichworten wie Sens clair- oder Acte clair-doctrine zu eroertern. Danach verbietet sich die Auslegung, wenn ein Rechtstext klar und eindeutig formuliert ist. Die Sens clair-doctrine beruht auf dem Gedanken, dass ein Text nur dann der Auslegung beduerftig sei, wenn er dunkel, zweifelhaft oder unklar sei. Im deutschsprachigen Rechtskreis herrscht dagegen die Ansicht, dass im Grundsatz auch eindeutig formulierte Rechtstexte auslegungsfaehig seien. Diese Auffassung pflegt man auf die Wende zur modernen Hermeneutik zurueckzufuehren, die in den Rechtswissenschaften durch Friedrich Carl von Savigny vollzogen wurde. Im Gegensatz zur vorkritischen Hermeneutik beruht die moderne Hermeneutik auf der Praemisse, dass nicht das Verstehen, sondern das Missverstehen die Regel ist. Deshalb beduerfen auch scheinbar klare oder eindeutige Texte der Auslegung.Stephan Meder skizziert die Entwicklung der hermeneutischen Theorie bei Savigny vor dem Hintergrund von dessen Verbindungen mit anderen Protagonisten der modernen Hermeneutik wie z.B. Friedrich Schleiermacher oder August Boeckh. Dabei zeigt sich, dass wesentliche Elemente des Bildes, das aktuelle Methodenlehren von Savignys Analyse des Interpretationsgeschehens zeichnen, einer Korrektur beduerfen.