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商品詳細

Das Bewahrungsgesetz (1918 - 1967)

Das Bewahrungsgesetz (1918 - 1967) : Eine rechtshistorische Studie zur Geschichte der deutschen Fuersorge.

・ISBN 978-3-16-148204-5 Brosch. EUR 79.00

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電子版あり 大学・学術機関向け電子ブック(eBook)ISBN 978-3-16-160378-5

著者・編者Willing, Matthias,
シリーズBeiträge zur Rechtsgeschichte des 20. Jahrhunderts
出版社(Mohr, GW)
出版年月2003
ページ数460 S.
言語GER
ニュース番号<504-769>

解説

Matthias Willing untersucht die Bemuehungen von oeffentlicher und privater Fuersorge in Deutschland, ein ?Bewahrungsgesetz' zu schaffen. Mit diesem Gesetz sollten Randgruppen der Gesellschaft, die vielfach als ?Asoziale' diskriminiert wurden, zwangsweise in geschlossenen Fuersorgeanstalten untergebracht und zu geregelter Arbeit angehalten werden koennen. Nachdem in der Weimarer Republik zahlreiche Initiativen zu seiner Verwirklichung gescheitert waren, versuchten die Fachkreise der Gefaehrdetenfuersorge erfolglos eine repressivere Variante des Bewahrungsgesetzes im Nationalsozialismus durchzusetzen. Sofort nach dem zweiten Weltkrieg verfolgte man die Bewahrungsidee in den Westzonen und der Bundesrepublik weiter. Diese Bemuehungen wurden schliesslich 1961 mit der Aufnahme einer Zwangsbewahrungsmoeglichkeit im Bundessozialhilfegesetz (? 73 Abs. 2 BSHG) von Erfolg gekroent. Erst 1967 erklaerte das Bundesverfassungsgericht die zwangsweise Unterbringung ?gefaehrdeter' Personen in geschlossenen Anstalten grundsaetzlich fuer verfassungswidrig.Die rechtshistorische Analyse des Autors zeichnet diesen rund 50 Jahre umfassenden Prozess nach, beleuchtet Konzeptionen und Motive fuehrender Persoenlichkeiten der Fuersorge und zeigt gedankliche und personelle Kontinuitaeten von der Weimarer Republik ueber den Nationalsozialismus in die Bundesrepublik der 60er Jahre auf. Indem auch die politischen Parteien und weitere Akteure ausserhalb der Gefaehrdetenfuersorge (z. B. Frauenbewegung, Psychiater) in ihren Bemuehungen fuer das Bewahrungsgesetz mit einbezogen werden, entsteht ein facettenreiches Gesamtbild. Es laesst erkennen, dass die autoritaeren Gedanken des Bewahrungsgesetzes im Untersuchungszeitraum breite Akzeptanz in der Gesellschaft besassen.