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商品詳細
Juden in der Toskana und in Preussen im Vergleich : Aufklaerung und Emanzipation in Florenz, Livorno, Berlin und Koenigsberg i. Pr.
・ISBN 978-3-16-148077-5 Ln. EUR 74.00
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★★★
| 著者・編者 | Wyrwa, Ulrich, |
|---|---|
| シリーズ | Schriftenreihe wissenschaftlicher Abhandlungen des Leo Baeck Instituts |
| 出版社 | (Mohr, GW) |
| 出版年月 | 2003 |
| ページ数 | 420 S. |
| 言語 | GER |
| ニュース番号 | <501-1697> |
解説
Woran scheiterte die Emanzipation der Juden in Deutschland? Ulrich Wyrwa geht dieser fuer die deutsche Geschichte zentralen Frage mit der Methode des historischen Vergleichs nach und arbeitet die spezifischen Errungenschaften und die besonderen Behinderungen der Juden im Zeitalter der Emanzipation am Beispiel preussischer und toskanischer Staedte heraus.
Ausgehend von den Einladungen an verfolgte Juden, sich in der Toskana und in Preussen niederzulassen, untersucht er die oeffentlichen Debatten ueber die Stellung der juedischen Bevoelkerung in der Gesellschaft von der Aufklaerung, ueber die Zeit der Franzoesischen Revolution und die nationalen und liberalen Bewegungen des 19. Jahrhunderts bis hin zur Konstituierung der Nationalstaaten Deutschland und Italien, in deren Verfassungen das Prinzip der rechtlichen und politischen Gleichheit der Juden festgehalten wurde.
Der preussisch-toskanische Vergleich zeigt, dass die besonderen Schwierigkeiten des deutschen Emanzipationsprozesses nicht so sehr in dem gebrochenen Weg der Gesetzgebung lagen, sondern ihren Ursprung in der spezifischen politischen Kultur in Deutschland sowie in den intellektuellen Dispositionen inmitten der Zivilgesellschaft hatten. Waehrend noch im Zeitalter der Aufklaerung die politischen Ausgangsbedingungen fuer die soziale Integration der Juden in die buergerliche Gesellschaft in Preussen guenstiger waren als in der Toskana, kehrte sich diese Situation im Verlauf des 19. Jahrhunderts um. Nun bot die toskanische Gesellschaft das Modell einer politischen Kultur, an der Juden gleichberechtigten Anteil hatten und in der antijuedische Rhetorik auf keine Resonanz stiess.
Ausgehend von den Einladungen an verfolgte Juden, sich in der Toskana und in Preussen niederzulassen, untersucht er die oeffentlichen Debatten ueber die Stellung der juedischen Bevoelkerung in der Gesellschaft von der Aufklaerung, ueber die Zeit der Franzoesischen Revolution und die nationalen und liberalen Bewegungen des 19. Jahrhunderts bis hin zur Konstituierung der Nationalstaaten Deutschland und Italien, in deren Verfassungen das Prinzip der rechtlichen und politischen Gleichheit der Juden festgehalten wurde.
Der preussisch-toskanische Vergleich zeigt, dass die besonderen Schwierigkeiten des deutschen Emanzipationsprozesses nicht so sehr in dem gebrochenen Weg der Gesetzgebung lagen, sondern ihren Ursprung in der spezifischen politischen Kultur in Deutschland sowie in den intellektuellen Dispositionen inmitten der Zivilgesellschaft hatten. Waehrend noch im Zeitalter der Aufklaerung die politischen Ausgangsbedingungen fuer die soziale Integration der Juden in die buergerliche Gesellschaft in Preussen guenstiger waren als in der Toskana, kehrte sich diese Situation im Verlauf des 19. Jahrhunderts um. Nun bot die toskanische Gesellschaft das Modell einer politischen Kultur, an der Juden gleichberechtigten Anteil hatten und in der antijuedische Rhetorik auf keine Resonanz stiess.