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Religion und Gemeinschaftsbildung

Religion und Gemeinschaftsbildung : Max Webers kulturvergleichende Theorie. 宗教と共同体建設-ヴェーバーの比較文化理論

・ISBN 978-3-8100-3673-5 Kart. EUR 56.07

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著者・編者Giesing, Benedikt,
シリーズForschung Soziologie
出版社(Leske + Budrich, GW)
出版年月2003
ページ数386 S.
言語GER
ニュース番号<496-1327>

解説

Mit Erstaunen beobachtet man heutzutage, wie in vielen Gesellschaften die Religionen wieder an Bedeutung gewinnen. In den Laendern des ehemaligen Ostblocks werden Kirchen und Moscheen wieder geoeffnet, die lange Zeit ge- schlossen waren. Islamisierung laesst sich als gesellschaftlicher und politischer Trend nicht nur im persischen und arabischen Kulturraum feststellen, sondern hat ebenso den turanischen, afghanischen, pakistanischen und indonesischen Islam erfasst. Eine neohinduistische Bewegung dominiert die politische Buehne in Indien und die chinesischen Behoerden sehen sich zunehmend genoetigt, ge- gen wiedererstarkte Sekten und religioese Bewegungen vorzugehen. Religioeser Revivalismus ist in Afrika ebenso wie in Suedostasien zu beobachten und in Suedamerika werden Millionen von Menschen von den Evangelisierungskam- pagnen protestantischer Sekten erfasst. Es handelt sich offenbar um einen weltweiten Trend, der dementsprechend auch laengst seinen publizistischen Niederschlag erfahren hat. Kaum hat eine erregte OEffentlichkeit Gilles Kepels Wamung vor der "Rache Gottes", dem Vormarsch der radikalen Christen, Moslems und Juden, verdaut, erhitzt Samuel Huntingtons "Kampf der Kultu- ren" die Gemueter mit einer These, die sich auf die gleiche Beobachtung einer Renaissance des Religioesen als primaerem Kulturfaktor beruft. I Dies alles fuegt sich schwerlich in das Bild, das sich die soziologische Theorie vom Modernisierungsprozess macht. Nicht die Resakralisierung von Politik und Gesellschaft durch die Religionen, sondern die zunehmende Dif- ferenzierung zwischen Religion, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und den anderen gesellschaftlichen Funktionsbereichen waeren den Modernisierungs- theorien zufolge zu erwarten gewesen. Systemtheoretiker und Theoretiker derPostmoderne sehen ,Meta-Erzaehlungen', zu denen vor allem die Religionen gehoeren, im Niedergang.