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Die Realität des Inneren : Der Einfluß der deutschen Mystik auf die deutsche Philosophie. ドイツ哲学へのドイツ神秘主義の影響
・ISBN 978-90-420-1206-6 paper
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電子版あり 大学・学術機関向け電子ブック(eBook)ISBN 978-90-04-45701-0
| 著者・編者 | Stamer, Gerhard (Hrsg.), |
|---|---|
| シリーズ | Philosophie & Repräsentation |
| 出版社 | (Rodopi, NE) |
| 出版年月 | 2001 |
| ページ数 | 189 pp. |
| 言語 | GER |
| ニュース番号 | <488-62> |
解説
Die konzentrierte innere Erfahrung der deutschen Mystik war eine wichtige Quelle der deutschen Philosophie. Nicht nur innerhalb der philosophischen Tradition, sondern auch in den Bauernkriegen des 16. Jahrhunderts und auch in der Reformation spielten mystische Motive eine beachtliche Rolle und uebten in der Folgezeit Einfluss auf die Medizin (Paracelsus), aber auch auf die Dichtung und die Musik aus. Dass der Nationalsozialismus die Mystik jedoch fuer die eigene Ideologie missbrauchte, hatte zur Folge, dass seit dem Zweiten Weltkrieg der Einfluss der deutschen Mystik auf die Entwicklung der ganzen deutschen Philosophie nahezu nicht thematisiert, eher tabuisiert wurde. Mystik selbst ist in erster Linie ein Wissen um die innere Erfahrung des Menschen, um das, was der Introspektion zugaenglich ist. Aus ihr entsprangen nicht nur bedeutsame Impulse fuer das religioese Bewusstsein, sondern auch fuer die ethische und aesthetische Sensibilitaet der Kultur insgesamt. Die Gegenwartsprobleme fordern zu einer Belebung der mystischen Traditionslinie heraus. Wenn wir nicht an die AEusserlichkeit der von Wissenschaft, Technik und OEkonomie dominierten Lebenswelt verfallen wollen, ist es unumgaenglich, an diese eigenen Wurzeln zu erinnern. In dieser hier vorlegten Reihe von Beitraegen, die erstmalig diese Traditionslinie als systematischen und historischen Zusammenhang vorstellt, geht es um die Aneignung der eigenen Geschichte als der Verbindung der zwei Seiten unserer Kultur, des AEusseren und des Inneren. Das Innere ist durchaus nicht das Irreale, das Unwirkliche, auch wenn es nicht experimentell zu erschliessen ist wie das in Raum und Zeit Gegebene. Das Innere ist nicht nur eine eigene Dimension, die Wirklichkeitscharakter besitzt, sondern darueberhinaus eine strukturbildende Kraft, die die Form unserer Aussenwelt praegt.