株式会社極東書店トップ > 商品一覧 > Die Kirche der Väter : Vätertheologie und Väterbeweis in den Kirchen des Ostens bis zum Konzil von Ephesus (431).
商品詳細
Die Kirche der Väter : Vätertheologie und Väterbeweis in den Kirchen des Ostens bis zum Konzil von Ephesus (431).
・ISBN 978-3-16-147549-8 Ln. EUR 119.00
¥31,808.- (税込) ※(※)価格はご注文時の参考価格となります。
納品価格につきましては書籍の入荷時点で確定となります。
版元の原価改定、外国為替の変動等により異なる場合がございますので、予めご了承下さい。
お気に入り
★★★
| 著者・編者 | Graumann, Thomas, |
|---|---|
| シリーズ | Beiträge zur historischen Theologie |
| 出版社 | (Mohr, GW) |
| 出版年月 | 2002 |
| ページ数 | 530 S. |
| 言語 | GER |
| ニュース番号 | <487-L20> |
解説
Thomas Graumann untersucht die Entstehung einer theologischen Denk- und Argumentationsform, die als Vaeterbeweis bezeichnet wird. Dabei geht es um eine Form der Berufung auf Tradition, die bestimmte Personen namentlich als Autoritaeten ('Vaeter') benennt und ihr Denken durch explizite Zitate begruendet. Beide Elemente tauchen erstmals im Zuge der trinitaetstheologischen Kontroversen des 4. Jahrhunderts auf, genauer in der Auseinandersetzung zwischen Markell von Ankyra und Euseb von Caesarea. Waehrend Markell diese Art der Argumentation der Gegner kritisch gegen die alleinige Autoritaet der Heiligen Schrift ausspielen will, entdeckt sie Euseb als ein Merkmal des 'Kirchlichen' und der zu fordernden Kontinuitaet von 'Theologie'. Thomas Graumann untersucht, wie in der Folgezeit durch die Berufung auf Vaeter theologische Einsichten verdeutlicht und begruendet wurden und wie dabei zugleich die Frage nach einem eigenen kirchlichen Standort mitbeantwortet wurde. Kyrill von Alexandrien schliesslich formt zu Beginn des 5. Jahrhunderts in der Kontroverse mit Nestorius diese Ansaetze zu einem foermlichen Vaeterbeweis. Darum liegt ein weiterer Schwerpunkt in der Analyse des publizistischen Streits mit Nestorius und der detailgenauen Auswertung der Akten des Konzils von Ephesus. Die Bedeutung des Vaeterthemas fuer die Selbstwahrnehmung der Konkurrenten und fuer das Konzilsgeschehen erscheint so in einem neuen Licht. Auch die an das Konzil anschliessenden Friedensverhandlungen stehen im Zeichen der Suche nach gemeinsamen Vaetern. Das Konzil von Ephesus erweist sich als Knotenpunkt der vorherigen Entwicklung und Quellpunkt der weiteren Nutzung dieses Verfahrens, das spaetestens mit dem Konzil von Chalcedon (451) zur 'normalen' theologischen Methode wird. In der Pflege gemeinsamer Vaetererinnerung beschreibt das Vaeterdenken zugleich einen wesentlichen Ausschnitt des kirchlichen Selbstbewusstseins fruehbyzantinischer Praegung und steht so gleichsam stellvertretend fuer eine (im Altertum) theoretisch nie formulierte oestliche Ekklesiologie.