株式会社極東書店トップ > 商品一覧 > Staat und Namensaenderung : Die oeffentlich-rechtliche Namensaenderung in Deutschland im 19. und 20. Jahrhundert.
商品詳細
Staat und Namensaenderung : Die oeffentlich-rechtliche Namensaenderung in Deutschland im 19. und 20. Jahrhundert. 19・20世紀ドイツにおける公法上の氏名変更
・ISBN 978-3-16-147718-8 Brosch. EUR 94.00
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電子版あり 大学・学術機関向け電子ブック(eBook)ISBN 978-3-16-160371-6
| 著者・編者 | Wagner-Kern, Michael, |
|---|---|
| シリーズ | Beiträge zur Rechtsgeschichte des 20. Jahrhunderts |
| 出版社 | (Mohr, GW) |
| 出版年月 | 2002 |
| ページ数 | 459 S. |
| 言語 | GER |
| ニュース番号 | <487-870> |
解説
Bis heute gilt das 'Gesetz ueber die AEnderung von Familiennamen und Vornamen' (NamAEndG) - abgesehen von geringfuegigen Abweichungen - in der am 5. Januar 1938 auf der Grundlage des Ermaechtigungsgesetzes verabschiedeten Fassung. Das NamAEndG bestimmt die Grundvoraussetzungen, unter denen natuerliche Personen ihren Namen ausserhalb der im BGB geregelten Moeglichkeiten zum Namenswechsel mit staatlicher Genehmigung aendern koennen. Als oeffentlich-rechtlicher Teil des bundesrepublikanischen Namensaenderungsrechts wird das NamAEndG bis heute als notwendiger Bestandteil der Rechtsordnung und daher gerade nicht als nationalsozialistisch gepraegtes (Un-)Recht angesehen.Michael Wagner-Kern greift diese 'Unbedenklichkeitsthese' auf und zeichnet mittels einer rechtshistorischen Rekonstruktion die Entstehungsgruende fuer ein Namensaenderungsrecht in Deutschland nach. Die historischen Befunde, gestuetzt auf eine Auswertung archivalischer Quellen, korrigieren herrschende Vorstellungen: Bei der Schaffung des NamAEndG ging es dem NS-Gesetzgeber einzig um die Konstruktion einer Rechtsgrundlage zur 'namentlichen Ausgrenzung' der juedischen Bevoelkerung. Struktur und Interpretation des oeffentlich-rechtlichen Namensaenderungsrechts stehen bis heute in der Tradition eines restriktiven Grundverstaendnisses, das jede Namensaenderung als Ausnahme von dem Prinzip der kontinuierlichen Namensfuehrung begreift. Diese Sichtweise erklaert sich aus dem bisherigen Verzicht, die Entstehungsgeschichte des NamAEndG umfassend zu rekonstruieren. Kontinuitaetsphaenomene praegen sowohl die Struktur des bundesrepublikanischen Namensaenderungsrechts als auch dessen Bild in Literatur und Rechtsprechung. Daraus leitet sich die Forderung nach einer grundlegenden Reform des (Reichs-)NamAEndG ab, das gegenwaertig verfassungsrechtlichen Anforderungen nicht genuegt.