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Integration und kulturelle Identitaet zugewandererter Minderheiten

Integration und kulturelle Identitaet zugewandererter Minderheiten : Eine Untersuchung am Beispiel des allgemeinbildenden Schulwesens in der Bundesrepublik Deutschland.

・ISBN 978-3-16-147579-5 Ln. EUR 139.00

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電子版あり 大学・学術機関向け電子ブック(eBook)ISBN 978-3-16-158007-9

著者・編者Langenfeld, Christine,
シリーズJus Publicum
出版社(Mohr, GW)
出版年月2001
ページ数650 S.
言語GER
ニュース番号<483-L71>

解説

Auf der einen Seite fordern die in Deutschland lebenden zugewanderten Minderheiten die Bewahrung ihrer kulturellen Identitaet. Auf der anderen Seite steht die Notwendigkeit der Integration in die bestehende Gesellschafts- und Rechtsordnung. Die spezielle Problematik dieses Spannungsverhaeltnisses, das Christine Langenfeld fuer den Bereich des allgemeinbildenden Schulwesens untersucht, liegt in seiner interkulturellen Dimension. Diese wird durch das Zusammentreffen unterschiedlicher kultureller Wert- und Normensysteme bestimmt. Der rechtsdogmatische Anknuepfungspunkt fuer dieses Spannungsverhaeltnis ist in den Grundrechtspositionen der Minderheitsangehoerigen im Verhaeltnis zur staatlichen Schulhoheit (Art. 7 GG) zu suchen. Im Zentrum stehen hierbei das kindliche Entfaltungsrecht und das Recht auf chancengleiche Bildung, das elterliche Erziehungsrecht und die Religions- und Gewissensfreiheit.Nach einer rechtsempirischen Analyse der einschlaegigen schulrechtlichen und schulpraktischen Regelungen der Bundeslaender zum Umgang mit zugewanderten Minderheiten stellt Christine Langenfeld verfassungstheoretische UEberlegungen zum Umgang mit dem Phaenomen der 'Multikulturalitaet' innerhalb eines Gemeinwesens an. Anschliessend folgt die Analyse grundrechtsdogmatischer Fragestellungen. Christine Langenfeld zeigt, dass die Wahrnehmung von Minderheitsrechten sich nicht unbedingt kontraer zur Verwirklichung des staatlichen Bildungs- und Erziehungsauftrages verhaelt, sondern dass die Respektierung der kulturellen Identitaet des Minderheitsangehoerigen und die dauerhafte Integration in die Mehrheitsgesellschaft in einer vielfachen Wechselbeziehung stehen, die beiden Zielsetzungen foerderlich ist. Hierbei wird die grundrechtlich gebotene Anerkennung und Respektierung der Minderheitsidentitaet Bestandteil des Integrationsprozesses, den die Schule im Rahmen der ihr zugewiesenen Erziehungsverantwortung zu foerdern hat.