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Jugend, Rechtsextremismus und Gewalt. 2. Aufl.
・ISBN 978-3-8100-3222-5 Kart. EUR 56.07
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★★★
| 著者・編者 | Butterwegge, Christoph / Lohmann, G. (Hrsg.), |
|---|---|
| 出版社 | (Leske + Budrich, GW) |
| 出版年月 | 2001 |
| ページ数 | 304 S. |
| 言語 | GER |
| ニュース番号 | <481-1070> |
解説
Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt sind nicht nur ein Problem der Jugend, auch wenn das Phaenomen vor allem bei jungen Maennern besonders spektakulaer in Erscheinung tritt und sich die Aufmerksamkeit seit geraumer Zeit sehr stark darauf konzentriert. Morde an Migrant(inn)en, aber auch Nichtsesshaften und Obdachlosen; Schaendungen juedischer Einrichtungen; Skinhead-Konzerte mit Musik voller Menschenverachtung und Hass; Mas- senaufmaersche neofaschistischer Parteien und Organisationen sind beinahe alltaeglich geworden. Nach dem Bombenanschlag von Duesseldorf, bei dem am 27. Juli 2000 zehn AussiedIerlinnen, davon die meisten Juden, zum Teil schwer verletzt wurden, nahm die Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus in den Medien und der politischen OEffentlichkeit unseres Landes zum ersten Mal seit fast zehn Jahren wieder breiten Raum ein. Auch wenn nicht nochmals Menschenketten gebildet, sondern eher prominente Zeitgenossen und Trend- setter angehalten wurden, ihr "Gesicht zu zeigen", war nunmehr vielen Buer- ger(inne)n bewusst, dass sie selbst etwas tun muessen, urn der rechten Gewalt Einhalt zu gebieten. UEbereinstimmung herrscht darueber, dass die Schule und die politische Weiterbildung zu den Stuetzen im Kampf gegen Rechtsextremismus, Rassis- mus und (Jugend-)Gewalt gehoeren sollten. Ohne die Verantwortung von Bil- dungs- und Erziehungsinstitutionen fuer eine demokratische Ausrichtung der Jugend zu leugnen, muss betont werden, dass (Sozial-)Paedagogik ohnmaechtig ist, wenn die Politik versagt. Es genuegt nicht, die Rolle der politischen Bil- dung fuer ein "friedliches Zusammenleben der Kulturen" und die "Stabilitaet der parlamentarischen Demokratie" in Sonntagsreden zu beschwoeren, wenn man nicht bereit ist, im alltaeglichen Verteilungskampf der einzelnenFachres- sorts urn knappe Haushaltsmittel die dafuer benoetigten Ressourcen bereitzu- stellen.