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商品詳細
Zur Bestimmtheit des Handlungsunwerts von Fahrlaessigkeitsdelikten.
・ISBN 978-3-16-147524-5 Ln. EUR 174.00
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★★★
| 著者・編者 | Duttge, Gunnar, |
|---|---|
| 出版社 | (Mohr, GW) |
| 出版年月 | 2001 |
| ページ数 | XXXV, 586 S. |
| 言語 | GER |
| ニュース番号 | <476-852> |
解説
Noch immer liegt der eigentliche Sinngehalt des strafrechtlich relevanten Fahrlaessigkeitsbegriffs im Dunkeln. Festzustellen ist vielmehr ein 'verwirrender Streitstand', den die Strafrechtsdogmatik bisher noch nicht in eine auch nur einigermassen zufriedenstellende Konzeption aufloesen konnte. Fuer die Rechtsanwendung bringt dies schwerwiegende Unsicherheiten mit sich, weil auf der Basis hoechst substanzarmer Generalklauseln wie 'Sorgfaltspflichtverletzung', 'UEberschreiten des erlaubten Risikos' oder 'Erkennbarkeit der Tatbestandsverwirklichung' ein jeder auf sich selbst verwiesen bleibt, letztlich die jeweils massgebliche Sorgfaltsregel zu bilden. Gerade fuer den Fahrlaessigkeitsbegriff, der die untere Grenze der Strafbarkeit markiert, laesst sich ein solcher Befund nicht hinnehmen. Schliesslich ist den rechtsunterworfenen Buergern durch das Bestimmtheitsgebot des Art. 103 Abs. 2 GG (? 1 StGB) die noetige Voraussehbarkeit der Rechtslage garantiert, damit das Verhalten hiernach eingerichtet und insbesondere das Risiko einer Bestrafung gemieden werden kann.Gunnar Duttge zeigt, dass das Bestimmtheitsgebot auch fuer den Bereich strafbarer Fahrlaessigkeit einen realistischen Anspruch postuliert. Im Wege einer eingehenden Analyse der Rechtsprechung filtert er als Kern jeder strafrechtlich relevanten Fahrlaessigkeit ein sogenanntes 'Veranlassungsmoment' heraus, das er mit Hilfe kognitionspsychologischer Erkenntnisse durch ein 'fahrlaessigkeitsspezifisches Merkmalsprofil' praezisiert und so fuer die Rechtsanwendung handhabbar macht. Am Ende steht ein voellig neuartiges Modell strafbarer Fahrlaessigkeit, das sich einerseits mit den vermehrt erhobenen Forderungen nach einer Entkriminalisierung selbst der mittleren Fahrlaessigkeit trifft. Andererseits bietet es der Rechtspraxis wertvolle Entscheidungshilfen, wenn die fundamentale Grenze zwischen blossem Unglueck und strafbarem Unrecht in Frage steht.