株式会社極東書店トップ > 商品一覧 > Steuerungsdiskussion, Systemtheorie und Parlamentarismuskritik.
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解説
Zahlreiche Reformueberlegungen in der aktuellen Verwaltungsrechtswissenschaft gehen von der Annahme aus, dass ein Steuerungsverlust des parlamentarischen Gesetzes vorliegt. Neue Handlungsformen wie kooperatives und informales Verwaltungshandeln seien das Ergebnis eines gesellschaftlichen und technischen Wandels, den das Parlamentsgesetz nicht mehr hinreichend erfassen und steuern koenne. In der Folge verliert das parlamentarische Gesetz als zentrale verfassungsrechtliche Schaltstelle von Herrschaftsausuebung und demokratischer Legitimation an Bedeutung. Verwaltungsrechtliche Reformueberlegungen beginnen zentrale verfassungsrechtliche Kategorien in Frage zu stellen und unter Hinweis auf einen gesellschaftlichen Wandel umzugestalten.Inwieweit ist die Globalperspektive eines Steuerungsverlustes und gesellschaftlichen Wandels nur vor dem Hintergrund von soziologischen, in erster Linie systemtheoretischen Annahmen ueber die Gesellschaft verstaendlich? Oliver Lepsius arbeitet dies heraus und untersucht, ob die systemtheoretischen Praemissen mit den verfassungs- und verwaltungsrechtlichen Kategorien, zu deren Kritik und Reform sie dienen, ueberhaupt vereinbar sind. Am Beispiel der Steuerungsdiskussion setzt er sich mit juristischen Verwendungen der Systemtheorie auseinander. Dadurch werden Chancen und Grenzen interdisziplinaeren Arbeitens zwischen Rechts- und Sozialwissenschaften aufgezeigt.