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Jugendbewegung und Juden in Deutschland : Eine historische Untersuchung mit besonderer Berücksichtigung des Deutsch-Jüdischen Wanderbundes 'Kameraden'.
・ISBN 978-3-631-33900-8 Brosch.
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★★★
| 著者・編者 | Trefz, Bernhard, |
|---|---|
| シリーズ | Moderne Geschichte und Politik |
| 出版社 | (P. Lang, SZ) |
| 出版年月 | 1999 |
| ページ数 | 216 S. |
| 言語 | GER |
| ニュース番号 | <457-L771> |
解説
Im Sommer 1916 schlossen sich in Breslau juedische Jungen und Maedchen zusammen, um als Kameraden in eigenen juedischen Jugendgruppen zu wandern. Der Weg in die allgemeine deutsche Jugendbewegung war ihnen durch antisemitische Tendenzen in den Wandervogelgruppen ebenso versperrt wie der Anschluss an die bereits bestehende zionistische Jugendbewegung Blau-Weiss, deren Ausrichtung nach Palaestina man ablehnte. Da die Mehrzahl der Mitglieder der Kameraden, die sich bald ueber ganz Deutschland ausbreiteten, dem juedisch-liberalen Buergertum entstammte, als deutsche Staatsbuerger aufwuchs und in deutscher Kultur verwurzelt war, mussten sie ihr Verhaeltnis zum Judentum erst wieder neu definieren. Dieser Prozess, der einen deutsch-juedischen Dialog zum Ziel hatte, vollzog sich nicht geradlinig, sondern fuehrte zu durchaus unterschiedlichen Ansaetzen und Konzepten, die in ihren Extremen von der reinen Reduzierung auf die juedische Abstammung bis zur UEbernahme zionistischer Gedankenmodelle und der Errichtung eines eigenen Kibbuz in Palaestina im Jahr 1934 reichten. In dieser vielfaeltigen Entwicklung der Kameraden lassen sich bis auf die strikte juedisch-orthodoxe Richtung alle Stroemungen innerhalb der juedischen Jugendbewegung erkennen, so dass der Bund mit all seinen inhaltlichen Widerspruechen geradezu als Paradebeispiel fuer die facettenreiche Geschichte der gesamten juedischen Jugendbewegung gelten kann.