株式会社極東書店トップ > 商品一覧 > Familienbildung in Deutschland. Soziodemographische Prozesse, Theorie, Recht und Politik unter besonderer Beruecksichtigung der DDR.
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解説
In den neuen Bundeslaendern trat nach der Wende ein nie dagewesener Einbruch in der Familienbildung ein. Da stellt sich die Frage nach den frueheren Bedingungen und Verhaltensweisen. Zunaechst unternimmt der Verfasser vor sozial- und ideengeschichtlichem Hintergrund einen "historischen Laengsschnitt" vom Absolutismus bis zum 2. Weltkrieg mit Schwerpunkt auf den realen Entwicklungen und ihrer wissenschaftlichen und politischen Dimension. Die statistischen Analysen orientieren sich an einem erweiterten Familienzyklus einschliesslich Partnerwahl, Einelternfamilie, Nichtehelichkeit, Legitimierung, Scheidung, Wiederheirat und lassen so eine Reflexion sozialer Lebensformen sowie des Spannungsfeldes geschlechtsspezifischer Rollen zu. Es folgt eine Untersuchung zur DDR vor allem anhand unzugaenglichen Materials ueber die theoretischen Grundlagen von Ehe, Familie und Bevoelkerung im Sozialismus, ueber Recht und Politik, Gleichstellung und ihre Relativierung, Familie und Familienbildungsprozesse mit detaillierten Vergleichen zur BRD, Sozial- und Familienpolitik und ihren Zusammenhang mit individuellen Handlungen, wodurch auch die unterschiedlichen Haltungen der Menschen in Ost- und Westdeutschland verstehbar werden. UEber die Zeitlaeufe treten Verbindungen zutage zwischen Ideologie, gesellschaftlichem System, Wissenschaft, Erkenntnisinteresse und Politik. Das umfassende Ansetzen der Arbeit macht einen uebergreifenden Systemvergleich auch mit anderen Systemen, etwa des Kameralismus moeglich. Und was gibt es schliesslich Interessanteres als den Vergleich grosser Utopien der Menschheit - wie immer man sie im Nachhinein auch werten mag...