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商品詳細

Zur Soziologie des Essens: Tabu -- Verbot -- Meidung.

Zur Soziologie des Essens: Tabu -- Verbot -- Meidung.

・ISBN 978-3-8100-1797-0 Kart. EUR 56.07

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著者・編者Setzwein, M.,
出版社(Leske + Budrich, GW)
出版年月1997
ページ数217 S.
言語GER
ニュース番号<430-1248>

解説

Wenn das Thema der Nahrungsauswahl in unserem Alltag zur Sprache kommt, so geht es zumeist um Aspekte einer "gesunden" oder "ungesunden" Ernaehrungsweise, um Folgen der UEber-oder Unterernaehrung, um die Brenn- stoffzufuhr, den Vitamin- und Mineralgehalt, welchen ein Nahrungsmittel aufzuweisen hat. Wir hoeren und sprechen von Gesundheitsschaedigungen durch Nahrung, von "BSE-Fleisch", Cholesterin oder verstrahltem Gemuese, ebenso wie von der Gesundheitsfoerderung durch Diaet- und Bioprodukte. Es kann sich einer Ratgeberkultur bedient werden, die sich auf alle Medien er- streckt, und es koennen Professionen und Institutionen konsultiert werden, welche auf eine Beratung hinsichtlich der Ernaehrung spezialisiert sind. UEber- maessig haeufig geht es bei einer Problematisierung des Essens und Trinkens um die positiven oder negativen Auswirkungen der Nahrung auf den Koerper - um eine physiologische Betrachtung also. Die Dominanz der naturwissenschaftlich-medizinisch orientierten Per- spektive, die im Alltag so vertraut ist, verdeckt indes allzu leicht die soziale l Dimension der Nahrung, die von keinesfalls geringerer Bedeutung ist. Sie ist in der sich als aufgeklaert, rational und modem bezeichnenden Gesellschaft im Bewusstsein der Menschen lediglich weniger praesent, wenngleich sie einen elementaren Bestandteil der menschlichen Existenz ausmacht. Es sind eben gerade nicht die biochemisch analysierten Naehrwerte von Nahrungsmitteln, die das Ernaehrungsverhalten der Menschen steuern: Nicht alles, was ernaeh- rungsphysiologisch als rur den Verzehr geeignet gelten kann, wird tatsaechlich gegessen, und das, was verzehrt wird, ist unter diesem Gesichtspunkt nicht notwendig das Sinnvollste oder Vernuenftigste. Die Auswahl, die getroffen wird, ist eine soziale.