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Perspektiven der Kultursoziologie. Gesammelte Aufsaetze. Hrsg. von C. Albrecht, W. Dreyer u. a.

Perspektiven der Kultursoziologie. Gesammelte Aufsaetze. Hrsg. von C. Albrecht, W. Dreyer u. a. F.H.テンブルック著 文化社会学の視点

・ISBN 978-3-531-12773-6 Kart. EUR 28.63

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著者・編者Tenbruck, F. H.,
出版社(Westdeutscher Vlg., GW)
出版年月1996
ページ数291 S.
言語GER
ニュース番号<429-1247>

解説

1972 veroeffentlichte ich im Sonderheft 16 dieser Zeitschrift, das dem Thema .,Soziologie und Sozialgeschichte" gewidmet war, meinen Beitrag .,Die Soziologie vor der Ge- schichte". Damit ging es mir wie mit manchen anderen Arbeiten. Ich wollte ein grundsaetzliches Problem anmahnen, das vom Fach seit jeher verdraengt worden war, naemlich die Geschichte oder besser: ihren staendigen Einschlag in die gesellschaftliche Wirklichkeit, die einzig in Gestalt einmalig-besonderer Lagen und Vorgaenge konkret existiert. Darauf hinzuweisen schien mir damals hoechst noetig, weil sich das Fach in seinen stuermischen Entwicklungen und Parteiungen ueber alle Fronten hinweg immer entschiedener zu der Auffassung bekannte, die gesellschaftliche Wirklichkeit sei aus generellen Regelmaessigkeiten zu ermitteln, worauf ja auch die neue Begeisterung fuer die Sozialgeschichte schliesslich hinauslief. Da ich fuer das offene Problem keine Loesung anzubieten hatte, konnte ich nur die Aufgabe und vielleicht die Richtung anzeigen. Selbst da war ich mir der Maengel meines Beitrages wohl bewusst, zumal wenig Zeit fuer die Ausfuehrung blieb. Dennoch entschloss ich mich hier, wie auch sonst oefters, zur Veroeffentlichung in der UEberzeugung, es sei wichtiger, auf grundsaetzliche Fehlentwicklungen wenigstens hinzuweisen, als sie durch Einzelforschung zu befestigen. Darin fuehlte ich mich durch die UEberlegung bestaerkt, dass eine brauchbare Loesung der Aufgabe, wenn sie nicht zur Lebensarbeit wird, sowieso die Kraefte des einzelnen uebersteigt, der eben deshalb gehalten ist, das verdraengte Problem, wie unvollkommen auch immer, anzumahnen, damit sich das Fach, wie noetig, der Aufgabe annimmt.