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Der Kampf um das taegliche Brot. Nahrungsmangel, Versorgungspolitik und Protest 1770--1990.

Der Kampf um das taegliche Brot. Nahrungsmangel, Versorgungspolitik und Protest 1770--1990. 日々のパンをめぐる闘争

・ISBN 978-3-531-12560-2 Kart.

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著者・編者Gailus, M. / H. Volkmann (Hrsg.),
シリーズSchr. d. Zentralinst. f. sozialwiss. Forsch. FU Bln 74
出版社(Westdeutscher Vlg., GW)
出版年月1994
ページ数477 S.
言語GER
ニュース番号<406-1409>

解説

Periodischer Hunger ist bis zur zweiten Haelfte des letzten Jahrhunderts eine staendige Erfahrung der europaeischen Gesellschaften gewesen. In vielen Laendern der Dritten Welt ist er noch immer nicht ueberwunden, und als Folge von Krieg,Misswirtschaft und politischen Strukturbruechen ist er im 20.Jahrhundert auch nach Europa zurueckgekehrt. Sicherung der Nahrung in Krisenzeiten war und ist eine Hauptaufgabe von Herrschaft und zugleich eine ihrer aeltesten Legitimationsquellen. Aus der mangelnden Wahrnehmung dieser Aufgabe oder aus ihrem Scheitern entsteht die klassische Protestform der "Brotrevolte", mit der gefaehrdete Menschengruppen ihr Naturrecht auf Leben durchzusetzen versuchen und zugleich die sozialen Eliten und politischen Machthaber an ihre Aufgaben erinnern. Diese traditionelle Nahrungsunruhe mit ihren Ursachen, Erscheinungsformen und Funktionen steht im Mittelpunkt des Buches. Es befasst sich darueber hinaus mit den Methoden der Protestforschung, mit Hungererfahrungen und Hungerreaktionen unter verschiedenen Rahmenbedingungen, mit dem Ende der klassischen "Brotrevolte" und der Entwicklung alternativer Formen der kollektiven Interessenvertretung, schliesslich mit ihrer partiellen Wiedergeburt in den Hungerperioden der Kriegs-, Zwischenkriegs- und Nachkriegszeit. Die meisten Beitraege beziehen sich auf Deutschland, aber auch England und Frankreich, OEsterreich, die Schweiz, Spanien, und zwei afrikanische Laender sind mit Beispielen vertreten.