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Der Splittingtarif im Einkommensteuerrecht

Der Splittingtarif im Einkommensteuerrecht : Alternativen der ehelichen und familiaeren Foerderung.

・ISBN 978-3-339-12968-0 Brosch. EUR 98.80

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著者・編者Berghaus, Frank,
シリーズSteuerrecht in Forschung und Praxis
出版社(Kovac, GW)
出版年月2022.06
ページ数258 S.
言語GER
ニュース番号<682-551>

解説

In der fortwaehrenden Diskussion zur Familienbesteuerung bewertet der Autor vor dem Hintergrund des deutschen Verfassungsrechts die geltenden Regelungen und moegliche Reformmodelle rechtlich, steuerpolitisch und oekonomisch. Unter dem besonderen Blickwinkel eines seit mehr als 20 Jahren taetigen Steuerberaters kann der Autor die Wirkung des Splittingtarifs und deren Alternativen oekonomisch gut durchdringen. Die Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutz der deutschen staatlichen Ordnung. Diese Schutzpflicht aus Art. 6 Abs. 1 GG geht deutlich ueber ein Abwehrrecht hinaus. Sie gebietet es, die Ehe zu schuetzen, ihr einen grundsaetzlich unantastbaren Kernbereich privater Lebensfuehrung zu gewaehren und innerfamiliaer staatlicherseits keine bestimmte innereheliche Arbeits- und Aufgabenverteilung vorzuschreiben. Die Ehe wird haeufig als ?Keimzelle“ jeglicher menschlichen Gesellschaft bezeichnet. Das erscheint folgerichtig und historisch bedeutsam. Im heutigen Zeitalter jedoch ist sie mehr oder weniger eine Erwerbs-, Konsum- und Verantwortungsgemeinschaft. Insofern stellt sich vornehmlich die Frage nach einer genuegenden Rechtfertigung fuer die Gewaehrung eines Splittingtarifs. Ausgangspunkt der umfassenden systematischen Darstellung ist die historischen Entwicklung in Deutschland und den angrenzenden Staaten; insbesondere der heutigen Europaeischen Union. Denn in anderen Staaten werden bereits unterschiedliche Modelle wie beispielsweise die Einzel- oder Familienbesteuerung angewendet. Verfassungsrechtlich hat der Gesetzgeber Veraenderungen der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen in und fuer die Familie in seine gesetzgeberischen Entscheidungen zwingend einzubeziehen. Es stellt sich demnach die Frage, ob beispielsweise seit der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum Ehegattensplitting im Jahr 1957 relevante Veraenderungen eingetreten sind, die eine Aenderung der Familienbesteuerung rechtfertigen oder gar erfordern. Die zwischenzeitliche Anerkennung von Lebenspartnerschaften und die Ehe fuer alle sind Ausdruck einer solchen Veraenderung. Sie implizieren die bereits eingetretenen Veraenderungen der Lebensverhaeltnisse. Daher ist die politische Diskussion fuer eine Veraenderung nachvollziehbar. Ob jedoch Alternativen vorzugswuerdig sind, wird ausfuehrlich dargestellt. Im Ergebnis wurden verfassungskonforme und gesetzgeberisch umsetzbare Reformoptionen generiert und wertend betrachtet.