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商品詳細
Alfred Kantorowicz : Die Wanderung zwischen Ost und West endete im Niemandsland.
・ISBN 978-3-339-12988-8 Brosch. EUR 49.80
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★★★
| 著者・編者 | Knigge, Jobst C., |
|---|---|
| シリーズ | Schriften zur Geschichtsforschung des 20. Jahrhunderts |
| 出版社 | (Kovac, GW) |
| 出版年月 | 2022.05 |
| ページ数 | 186 S. |
| 言語 | GER |
| ニュース番号 | <682-1350> |
解説
Das Leben von Alfred Kantorowicz ist exemplarisch fuer einen deutschen Kommunisten im 20. Jahrhundert. Als Buergerlicher suchte er lange seinen politischen Standpunkt. Mit dem Aufkommen des Nationalsozialismus trat er in die KPD ein, musste aber schon bald aus Deutschland fliehen. Im franzoesischen Exil und im Spanischen Buergerkrieg kaempfte er an vorderster Front gegen den Faschismus, geriet aber mit der kommunistischen Parteibuerokratie in Konflikt. Nach einigen Jahren im kapitalistischen Amerika ging er in die sowjetisch besetzte deutsche Zone, dem ?besseren Teil“ Deutschlands, um dort zu helfen, den Sozialismus aufzubauen. Obwohl ihm das dortige Ulbricht-Regime von vornherein Steine in den Weg legte, versuchte er, einen humanistischen Weg des Sozialismus zu verfolgen. Mit seiner Zeitschrift ?Ost und West“ trat er fuer einen Dritten Weg ein, einem Brueckenschlag zwischen dem kommunistischen Osten und dem kapitalistischen Westen. Damit geriet er in Konflikt zum moskauhoerigen Ulbricht-Regime. Die Zeitschrift wurde Opfer des Kalten Krieges. Als Ersatz erhielt er eine Professur fuer neue deutsche Literatur an der Berliner Humboldt Universitaet. Zunehmend Isoliert, kaempfte er hier fuer Meinungsfreiheit, ohne jedoch etwas bewegen zu koennen. Er musste einsehen, dass er zwar gegen den Faschismus im Westen gekaempft hatte, gleichzeitig sich aber im Osten eine unterdrueckerische Diktatur gebildet hatte. Zunehmend als Abweichler angesehen, floh er 1957 in das ungeliebte Westdeutschland, in dem er immer noch Kraefte der NS-Vergangenheit an fuehrenden Stellen sah. In dieser Bundesrepublik wurde er nicht heimisch. Man warf ihm vor, zu lange am kommunistischen Regime in Ostberlin festgehalten zu haben, immer noch ein Kommunist zu sein. Als einen, der in der DDR Widerstand geleistet habe, wollte man ihn nicht ansehen. Als einen Vertreter des Antikommunismus wollte er sich nicht missbrauchen lassen. Er sass zwischen allen Stuehlen. Zuletzt sah er sich in einem ?Niemandsland“. Das vorliegende Werk verfolgt diesen tragischen Lebensweg mit seinen Hoffnungen, Illusionen und Irrtuemern.